Denkmalschutz als „Job-Motor“ und „Wirtschaftsfaktor“ für Städte und Gemeinden
Über 100 bundesweit tätige Verbände und Vereine haben die Erhaltung des Kulturerbes im Programm, jedoch oftmals nur unter „ferner liefen«. Der Denkmalschutz spricht nicht mit einer Stimme. Appelle, Petitionen und Empfehlungen bleiben ungehört – ungeachtet der wirtschaftlichen Relevanz der Branche.
Den jährlichen Steuerausfällen in Höhe von 119 Millionen Euro stehen 1,3 Milliarden Euro gegenüber, die durch die Förderung an zusätzlichem Einkommen entstehen. Die damit verbundenen Beschäftigungseffekte sind immens. Rund 30.000 Arbeitsplätze werden gesichert.
„Denkmalschutz ist ein Job-Motor und braucht eine stärkere Lobby“, lautet die entsprechende Forderung von Dr. Holger Rescher, Geschäftsführer von Europa Nostra Deutschland. Zur EXPONATEC COLOGNE (17.-20.11.2009) veranstaltet Europa Nostra Deutschland das Kolloquium „Denkmal-Lobby Deutschland – wie viele Köche verderben den Brei?“ (19.11.2009) und widmet sich den Fragen: Denkmalschutz am Scheideweg – brauchen wir eine stärkere Lobby? Wer kann die Einzelinitiativen bündeln? Wer schaut über den Tellerrand und wird als verbindlicher Verhandlungspartner akzeptiert? Ziel des Kolloquiums ist es, die Einflussmöglichkeiten zu reflektieren und notwendige Weichenstellungen aufzuzeigen.
Das Kolloquium wendet sich an Interessenten von Verbänden, Institutionen, Stiftungen und Fördervereinen, Denkmaleigentümer, Mitarbeiter von Denkmalbehörden, Architektur- und Planungsbüros, Wissenschaft und Politik.


