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Konferenzbericht

Kongress Zukunft Pop 2009

v.l.n.r Manfred Gillig, Prof. Hubert Wandjo (Geschäftsführer Popakademie Baden-Württemberg), Malte Graubner, Dominic Pohlmann und Dieter Schubert; Foto: Popakademie Baden-Württemberg

Die Popakademie Baden-Württemberg veranstaltete am 21. und 22. November den „Kongress Zukunft Pop“. Die Veranstaltung fand dabei erstmals als öffentliches Format statt und feierte eine erfolgreiche Premiere.

51 internationale Teilnehmerinnen und Teilnehmer diskutierten in sechs Panels zu den Themenkomplexen „Music Content“, „Popculture“ und „Education & Sciences“ sowie in der Popdekadentagung der Kulturpolitischen Gesellschaft aktuelle und Zukunftsszenarien aus Musikbranche, Hochschulausbildung, Popförderung, Medien und Creative Industries. Rund 200 Besucherinnen und Besucher sorgten für Frequenzin den Kongressräumen. „Wir schauen auf ein erfolgreiches Kongresswochenende in der Popakademie zurück“, äußerte sich Professor Udo Dahmen, Künstlerischer Direktor und Geschäftsführer der Popakademie Baden-Württemberg. „Unser interdisziplinärer Zusammenhang und das entsprechend vielseitige Kongressprogramm ermöglichten akademisch anspruchsvolle, qualitativ hoch angesiedelte Diskussionsinhalte, aus denen sich Handlungsimpulse für die Praxis ableiten “, so Professor Dahmen weiter.

Norbert Sievers, Geschäftsführer der Kulturpolitischen Gesellschaft: „Wir haben die Zusammenarbeit mit der Popakademie Baden-Württemberg gesucht, weil sie als erste Hochschuleinrichtung in diesem Bereich Theorie und Praxis beispielhaft verknüpft. Ihr Zukunftskongress ist der richtige Rahmen auch Kulturpolitiker und –verwalter für die kommenden Jahre auf wegweisende Entscheidungen vorzubereiten.“  Kongresspanel zum Thema Livebusiness wurden u.a. Möglichkeiten neuer Liveformate in Zeiten eines schwierigen Marktumfeldes umrissen.

Im gleichen Melting Pot „Music Content“ diskutierten im Anschluss erfolgreiche Branchenakteure aus dem Bereich Musikproduktion und Urheberrecht über die aktuellen und möglichen Zukunftsbedingungen für den Produzentennachwuchs. Zum Themenkomplex „Education & Sciences“ präsentierten sich internationale Vertreter aus dem Hochschulbereich Popmusik und debattierten globale Kooperationsmodelle anhand des Vorbildes MU:ZONE, des von der Popakademie in diesem Bereich initiierten und geleiteten europäischen Hochschulnetzwerks.

Im darauf folgenden Panel wurden das komplexe Zusammenspiel von Musik, Kreativität und Gehirn verdeutlicht und aktuelle Untersuchungen aus entsprechenden Forschungsbereichen vorgestellt. In einem weiteren Melting Pot unter dem Titel „Popculture“ diskutierten Experten über Popkultur als Motor von Urbanisierung und Wandel sowie über die Entwicklung popkulturaffiner Medien von Print bis Web 2.0 und die veränderten Bedingungen der Mediennutzung.

Die Popdekadentagung der Kulturpolitischen Gesellschaft stellte das Thema „Popkultur zwischen Polarisierung, Profanisierung und Historisierung“ in den Mittelpunkt der Referate und Diskussionen und ergab, dass sich für die kommenden Jahre budgetbezogene, schwierige Herausforderungen sowohl für Musiker als auch deren Umfeld und für Kulturentwickler und – verantwortliche ergeben werden.

Die Ergebnisse der einzelnen Panels sowie Bildmaterial zum Kongress werden in Kürze auf www.popakademie.de veröffentlicht.

01.12.2009, Anja Schwarzer
Quelle: Popakademie Baden-Württemberg
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