Stiftungsdatenbank wird 20 Jahre alt
Bis heute sind 5 Auflagen des Maecenata Stiftungsführers und 4 eigene Forschungsberichte erschienen. Daten aus der Datenbank sind einzeln und in aggregierter Form in zahlreiche Forschungen und Publikationen im In- und Ausland eingeflossen. Sie haben auch vielen Interessenten bei der Suche nach Fördermöglichkeiten geholfen. Die 6. Auflage des Maecenata Stiftungsführers wird im März 2010 – erstmals ausschließlich in elektronischer Form – verfügbar sein. Ursprünglich sollte im Auftrag der damaligen Arbeitsgemeinschaft Deutscher Stiftungen lediglich ein Verzeichnis der deutschen Stiftungen herausgegeben werden. Dagegen gab es viele Widerstände von Stiftungsverwaltungen und Behörden. Dennoch gelang es, nach knapp 1 1/2 Jahren das erste Verzeichnis mit rd. 5.000 Stiftungen herauszubringen. Zugleich wurde mit der Aufbereitung der Daten für internationale Forschungsprojekte begonnen. 1994 wurde der erste Maecenata Stiftungsführer mit Angaben zu den wichtigsten Förderstiftungen vorgelegt. Seit 1993 werden regelmäßig statistische Auswertungen veröffentlicht. Die Bereitschaft, Angaben zu machen, hat sich seit 1989 wesentlich verbessert. Viele Stiftungen haben eigene Web-Auftritte, die zur Vervollständigung herangezogen werden.
Die rasante Zunahme der Neugründungen macht es schwieriger, mit der Entwicklung Schritt zu halten. Besonders über kirchliche und nicht rechtsfähige Stiftungen sind Informationen nur schwer zu erlangen. Dennoch vermittelt die Maecenata Stiftungsdatenbank heute einen guten Überblick über diesen Teil der Zivilgesellschaft. Für die dringend notwendige weitere empirische Forschung zum Stiftungswesen ist sie eine unentbehrliche Informationsquelle, für den Forschungsschwerpunkt Stiftungswesen des Instituts bildet sie einen verläßlichen Hintergrund.
Für die Fortschreibung der Datenbank ist das Institut auf die Mitarbeit der Stiftungen und anderer angewiesen, da es für Stiftungen keine gesetzliche Verpflichtung zur Veröffentlichung irgendwelcher Angaben gibt. Alle Eintragungen beruhen daher ausschließlich auf veröffentlichten Quellen und freiwilligen Beiträgen. In diesen Tagen erhalten viele Stiftungen die Bitte, ihre Daten zu aktualisieren.
Quelle: Maecenata
Weiterführende Links: www.maecenata.eu


