The Art of Music Education Vol. II
Was soll durch Musikvermittlungsangebote für Jugendliche erreicht werden? Wie müssen die Angebote aussehen, damit ein jugendliches Publikum seinen Weg ins klassische Konzert findet? In welchen Lebenswelten bewegen sich die potentiellen Hörer? Diese und andere Fragen diskutieren Konzerthausmanager, Dramaturgen und Leiter der Education-Programme, um sich über Chancen und Grenzen ihrer Jugendarbeit auszutauschen.
Folgende Häuser geben einen Einblick in ihre Praxis: Concertgebouw Amsterdam, die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen, das Palais des Beaux-Arts Brüssel, das Chicago Symphony Orchestra, die Tonhalle Düsseldorf, das London Symphony Orchestra und das Los Angeles Music Center. Als Inspiration und Blick über den Tellerrand zu anderen Kunstsparten werden das Hamburger Thalia Theater und die Tate Britain aus London ihre Arbeit mit Jugendlichen vorstellen.
Auch die junge Zielgruppe selbst gestaltet den Kongress mit: Schülermanager des Jungen Beethovenfestes Bonn, Teilnehmer von „Der Schrei!“ – einem Großprojekt des SWR Sinfonieorchesters Baden-Baden und Freiburg – sowie die Mediengruppe filmteam hamburg werden von ihren Projekten berichten bzw. die Tagung begleiten und dokumentieren.
Das Symposium wird durch den »KörberFonds ZukunftsMusik« ermöglicht. Diese Zustiftung der Körber-Stiftung an die Stiftung Elbphilharmonie ermöglicht bereits seit drei Jahren Projekte im Bereich Musikvermittlung in Hamburg und soll diese auch in Zukunft für die Elbphilharmonie sichern. Dr. Klaus Wehmeier, stellv. Vorstandsvorsitzender der Körber-Stiftung, betont:»Die umfangreichste Wandlung unserer Gesellschaft wird ohne Frage von den jetzt Jugendlichen ausgehen. Es ist daher naheliegend und wichtig für die Elbphilharmonie, dieser Generation mehr Beachtung zu schenken. Als Stiftung ist es uns ein Anliegen, den Experten eine Plattform zum Austausch zu bieten und ich freue mich sehr, dass wir mit dem Symposium unterschiedliche »Wege zur Musik« kennen lernen«.
Auch Christoph Lieben-Seutter, Generalintendant der Elbphilharmonie, sieht die Konzerthäuser in der Pflicht, auf die junge Zielgruppe zuzugehen: »Die aktive Beschäftigung mit Musik hat positive Wirkung auf die menschliche Entwicklung und auf unser Zusammenleben. Deshalb ist es falsch, ausgerechnet den aufnahmebereiten Jugendlichen und jungen Erwachsenen zu signalisieren, dass sie erst mit 35 im Konzert erwartet werden. Das Symposium »The Art of Music Education Vol. II« soll hierzu den Anstoß geben und die reichhaltigen Erfahrungen, die Konzerthausintendanten, Dramaturgen, Musikvermittler und Musiker in der Zusammenarbeit mit den jungen Konzertbesuchern gemacht haben, zusammenführen.«
Weitere Informationen über das Symposium unter
www.music-education-2010.de
Im Rahmen des Symposiums findet im KörberForum am 24.02. um 20.00 Uhr ein Gesprächskonzert mit der Sopranistin Annette Dasch statt. Die Platzanzahl ist begrenzt, der Eintritt frei. Weitere Informationen und Anmeldung unter www.koerberforum.de


