Konferenzbericht
3. Jahrestreffen Network Company Museums
Das vom SiemensForum München als ältestem deutschen Unternehmensmuseum gegründete Netzwerk hat zum Ziel, die Belange der Unternehmensmuseen weltweit zu vertreten und durch Networking und Best practise sharing Qualität und öffentliche Wahrnehmung der Unternehmensmuseen voranzutreiben. Die Initiative stößt auf sehr große Resonanz, so dass bereits an die 40 Unternehmensmuseen Teil des Netzwerks sind.Besonders erfreulich ist dabei die Tatsache, dass nun die von Anfang an intendierte Internationalität des Netzwerks mit Gastreferenten aus Portugal und Italien erreicht werden konnte.
Network Company Museums
Im ersten Teil der Veranstaltung wurden aktuelle Projekte, so die neue Dauerausstellung im Museum für Kommunikation Frankfurt / Main, die beiden neuen Dauerausstellungen im SiemensForum München, das Museum Ritter, Waldenbuch sowie die Dr. Oetker Welt, Bielefeld vorgestellt.
Im zweiten Teil berichtete Fr. Dr. Ruas Gil Costa (EPAL, Lissabon) von EPOREM in Portugal über vielfältige, gemeinsame Aktionen der dortigen Unternehmensmuseen und aus Italien konnte Fr. Daniela Brignone (Peroni, Rom) über die Erfahrungen und Ziele des italienischen Unternehmensmuseums-Netzwerks referieren. Franz Hebestreit, der Initiator des NCM: »Gerade das Beispiel des 2001 in Italien gegründete MuseImpresa zeigt beeindruckend die Möglichkeiten des Networkings für Unternehmensmuseen. So konnte mit einer 'Woche der Unternehmenskultur' branchenübergreifend die öffentliche Aufmerksamkeit auf die beteiligten Unternehmen und ihre CR gelenkt werden. Eine weitere, noch wichtigere Initiative betrifft ein Übereinkommen mit dem italienischen Bildungsministerium, das vorsieht, Geschichte und Anliegen der Unternehmen verstärkt über eigene Mitarbeiter in den Schulen zu kommunizieren. Unternehmensgeschichte bietet damit eine Plattform des Dialogs mit der Gesellschaft«.
Der dritte Teil der Veranstaltung widmete sich schließlich der wissenschaftlichen Grundlagenarbeit mit Referaten über History Marketing von dem Verfasser der gleichnamigen Standardwerks, Hrn. Schug und über die Evaluation von Cultural Sponsoring von Hrn. Dr. Unterreitmeier, LMU München, der in seinem Vortrag auf neueste Studien über die entsprechenden Aktivitäten u. a. auch von Siemens einging. Das nächste Treffen wird im Herbst nächsten Jahres stattfinden.
Franz Hebestreit
28.11.2005, D H

