Internationale Tagung zu Musik-Filesharing in Wien
Internationale Filesharing-Forscher wie Felix Oberholzer-Gee, Stan Liebowitz und Eric Garland sowie Peter Tschmuck, Professor an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien, treffen dabei mit durchaus konträren Standpunkten aufeinander. »Filesharing ist innovatives Nutzerverhalten einer Netzwerkgesellschaft«, sagt Tschmuck, »Filesharing verursacht immensen wirtschaftlichen Schaden«, argumentiert wiederum Liebowitz.
FORSCHUNG IST »GERADEZU EXPLODIERT«
»In den letzten Jahren, vor allem seit dem Hype um Napster, ist die musikwirtschaftliche Forschung geradezu explodiert«, so Tschmuck gegenüber der APA. In den vom Institut für Kulturmanagement und Kulturwissenschaft (IKM), dem Institut für Musiksoziologie (IMS) und der Internationalen Gesellschaft für Musikwirtschaftsforschung veranstalteten »Wiener Musikwirtschaftsforschungstagen« sieht er einen »ersten Schritt zum Community Building«.
So wird etwa Felix Oberholzer-Gee von der Harvard Business School in Wien erwartet. Er hat in einer Studie gezeigt, dass kein signifikanter Zusammenhang zwischen der Tauschbörsennutzung und den Umsatzeinbußen bei CD-Verkäufen besteht. Die Gegenposition folgt mit Stan Liebowitz von der School of Management, Universität Texas, am Donnerstagvormittag, der die Meinung vertritt, dass Filesharing sehr wohl wirtschaftliche Auswirkungen habe und der Oberholzers wissenschaftliche Ergebnisse anzweifelt....
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