Kultur multiplizieren via Web 2.0
So wie der brasilianische Schriftsteller Millionen Menschen auf Facebook, Twitter und anderen Plattformen zu erreichen, davon träumen die meisten Kultureinrichtungen, die im Web 2.0 aktiv werden. „Bei diesem '2.0', das man da an die unterschiedlichsten Begriffe hängt, also Web 2.0, PR 2.0 oder auch Kultur 2.0 geht es vor allem um Kommunikation und Partizipation“, erklärt Subnet-Geschäftsführerin Anne Grabs. „Diese beiden Begriffe sind für den Kunst- und Kulturbereich auf sehr unterschiedlichen Ebenen interessant“, ist sie überzeugt.
Auf der künstlerischen Ebene könne der Weg in interaktive Foren die Aufforderung sein, Kunst nicht nur zu konsumieren, sondern aktiv daran teilzuhaben und selbst Kunst zu produzieren. Im Web 2.0 hat man für solche „produzierenden Rezipienten“ bereits die Bezeichnung „Prosumenten“ geschaffen.
„Es könnte aber auch auf der programmatischen Ebene bedeuten, dass wir alle es in der Hand haben, Kunst und Kultur zu definieren.“ Insofern, so Anne Grabs, ließen sich Künstler wie Marcel Duchamp oder Joseph Beuys „als Vorreiter von Kultur 2.0 bezeichnen.“....
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Quelle: DrehPunktKultur, 17.06.2010


