Zur Navigation springen
Zum Inhalt springen

Es folgt der Seiteninhalt

Es folgt der Seiteninhalt
Vorheriger Artikel Nächster Artikel
nächster Artikel: Interkultur und Partizipation
Seite zurück Liste
Meldung

Salzburg: Ein Fest für Sponsoren

Firmen sponsern die Salzburger Festspiele mit rund 700.000 Euro. Was sie davon haben? Netzwerke, Karten, Prestige und neue Geschäfte.

An den 37 Tagen der Salzburger Festspiele geht es nicht nur um die Liebe zur Musik und zur Kultur. Ganz in altmodischer Manier wird hier von Angesicht zu Angesicht genetzwerkt. »Es ist kein Zufall, dass gerade Arbeitsgespräche rund um die Festspiele sehr erfolgreich und effizient sind«, bestätigt UNIQA CEO Konstantin Klien.

UNIQA ist zusammen mit Nestlé, Siemens, Audi, und Credit Suisse einer von fünf Hauptsponsoren, die das Spektakel jeweils mit etwa 700.000 bis 750.000 Euro unterstützen. »Weite Teile des kulturellen Lebens sind heute ohne Sponsoring nicht mehr vorstellbar und wären vor allem nicht finanzierbar«, so Klien.

Im Gegenzug bekommen die Firmen Prestige, Karten, neue Geschäftspartner und Kunden.

Über die Kartenkontingente schweigen die meisten Unternehmen. 2008 war rund um das Thema eine Diskussion entbrannt, das Korruptionsgesetz wurde verschärft. Es hieß gemäß der strengen Antikorruptionsbestimmungen, dass Festspielkarten nicht an öffentliche Amtsträger, also etwa Beamte oder Manager von Staatsbetrieben weitergegeben werden. Sehr zum Unmut der Sponsoren; Siemens und UNIQA dachten laut über einen Ausstieg aus dem Kultursponsoring nach. Nestlé- Sponsoring-Beauftragte Angelika Svoboda: »Es ist absurd, wenn ein Sponsor der Korruption bezichtigt wird, sobald er Gäste in ein Konzert einlädt.« Eine prominente Front, darunter Festspiel-Präsidentin Helga Rabl-Stadler, formierte sich gegen die Antikorruptionsbestimmungen - und erreichte 2009 deren Entschärfung. »Dennoch ist es Realität, dass es heute schwieriger geworden ist, Gäste aus Wirtschaft und Politik zu einem Festspielereignis einzuladen«, so Svoboda. Wie viele Karten Nestlé ordert? »Es sind viele Karten«, sagt Svoboda......

Lesen sie mehr auf kurier.at

Andrea Hlinka
02.09.2010, Silke Stummer
Quelle: www.kurier.at
Vorheriger Artikel Nächster Artikel
nächster Artikel: Interkultur und Partizipation
Seite zurück Liste
Ähnliche Artikel in Seite zurück Kulturpolitik / Vermittlung
[Sponsoring]

Ähnliche Artikel in Seite zurück Allen Sparten
[Sponsoring]