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Wie sich die Kultur auf die Zukunft vorbereiten muss

Der Kulturbetrieb in Deutschland steht vor gewaltigen Herausforderungen: Die Konkurrenz wächst, die Gelder werden knapp, die Ansprüche des Publikums ändern sich und die Zahl der möglichen Besucher könnte angesichts tief greifender demographischer Veränderungen sinken.

Manche Trendforscher prophezeien bereits das große Sterben von Kultureinrichtungen. Auf der anderen Seite werden die Chancen der Dienstleistungs-, Freizeit- und Informationsgesellschaft gesehen: Wachsende Bildungsanstrengungen, bedeutende Potenziale im Kulturtourismus, neue mediale Netzwerke und innovative Kulturunternehmer.

Dies ist der Ausgangspunkt für den Kongress „Taten.Drang.Kultur“, der vom 10. bis 11. Februar 2011 in Ludwigsburg stattfindet. Experten aus Deutschland, der Schweiz und Österreich werden erwartet.

Dazu der für Kunst und Kultur zuständige Staatssekretär Dr. Dietrich Birk: »Der Kongress knüpft inhaltlich an die zentralen Themenfelder von 'Kultur 2020', der neuen Kunstkonzeption für Baden-Württemberg, an. Er wird vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst gefördert und mitgetragen. 'Taten.Drang.Kultur' ist ein idealer Auftakt, um wichtige kulturpolitische Themenfelder aus 'Kultur 2020' aufzugreifen und konsequent zu verfolgen. Der Kongress in Ludwigsburg bietet dafür eine gute Chance für alle Akteure des Kulturlebens.«

Seit rund 20 Jahren gibt es in Deutschland ein wissenschaftlich fundiertes Kulturmanagement. Eine der ersten Einrichtungen dafür war das Institut für Kulturmanagement an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg. Hier hat man den Wandel des Kulturbetriebs in den letzten zwei Jahrzehnten durch Studien, Beratungen und vor allem durch die Ausbildung von professionellen Kulturmanagern begleitet und mitgestaltet. Nun bietet das Hochschulinstitut als Gastgeber in der Filmakademie Baden-Württemberg ein Forum, um die Herausforderungen der nächsten 20 Jahre zu diskutieren.

Als Hauptredner konnten international renommierte Experten wie Prof. Dr. Albrecht Göschel (Berlin), Prof. Dr. Dieter Haselbach (Zentrum für Kulturforschung, Bonn), Pius Knüsel (Stiftungsdirektor Pro Helvetia), Prof. Dr. Oliver Scheytt (Präsident der Kulturpolitischen Gesellschaft und Geschäftsführer der Ruhr.2010 GmbH) sowie Prof. Dr. Albrecht Steinecke (Paderborn) gewonnen werden. Fachforen zum Change Management, zum Online-Kulturmarketing, zu Public Relations und zum Kulturtourismus bieten den Teilnehmern die Gelegenheit, mit weiteren Experten Spezialfragen zu diskutieren und Zukunftsvisionen für die nächsten 20 Jahre zu entwickeln.

Der Kongress richtet sich an Vertreter aller Kulturinstitutionen und Kulturunternehmen, an Lehrende und Studierende des Fachs Kulturmanagement sowie an Interessierte aus Wirtschaft und Tourismus. Er wird organisiert von Studierenden des Masterstudiums »Kulturwissenschaft und Kulturmanagement« der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg unter der Leitung von Professor Dr. Armin Klein.

Gefördert wird die Tagung durch die Stiftungen Landesbank Baden-Württemberg und die Wüstenrot Stiftung. Als Sponsoren konnten die Kreisparkasse Ludwigsburg, der VS Verlag und avedition gewonnen werden. Partner und Medienpartner sind die Filmakademie Baden-Württemberg und Kulturmanagement Network in Weimar.

Weitere Informationen: www.taten-drang-kultur.de

04.02.2011, Dirk Heinze
Quelle: Institut für Kulturmanagement Ludwigsburg
Weiterführende Links: www.kulturmanagement.ph-ludwigsburg.de
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