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7. September 2008

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Porträt

Cultural Business. Sommerakademie Kulturmanagement in Bonn

Die Geisteswissenschaften leiden immer wieder unter dem Vorurteil, sie seien nicht wirtschaftlich. Ende August 2005 will das Ägyptologische Seminar der Universität Bonn den Gegenbeweis antreten. Es veranstaltet erstmals unter dem Titel »Cultural Business« eine Sommerakademie zum Thema Kulturmanagement.

Mit dem Pilotkurs, der bereits komplett ausgebucht ist, betreten die Veranstalter in diesem Semesterferien akademisches Neuland. Ab dem Sommer 2006 soll die Akademie als regelmäßige Lehrveranstaltung im Studienbetrieb der Universität aufgehen.

Oft erscheint es schwierig, Kulturinstitutionen kostendeckend zu führen und trotzdem Niveau und Vielfalt zu erhalten. Die Akademie »Cultural Business« vermittelt speziell für Geistes- und Kulturwissenschafter praxisbezogene Kenntnisse, darunter Grundlagen von Marketing, Werbung, Kommunikation und Betriebswissenschaften, und sie fasst diese unter Nutzung der gebräuchlichsten Computerprogramme zu einem Gesamtkonzept zusammen.

Die Grundlagen vermittelt der Ägyptologe und Marketingmanager Christian Dingenotto anhand eines konkreten Projekts. Dazu gründen die Teilnehmer der Sommerakademie einen virtuellen Kulturbetrieb. Innerhalb von fünf Tagen erarbeiten sie Konzepte, Projekt- und Budgetpläne sowie Marketing- und Werbungsstrategien. So wird das Projekt bis zur Marktreife vorbereitet.

»Entstanden ist die Idee bei Gesprächen mit Herrn Dingenotto über die Berufsaussichten junger Geisteswissenschaftler«, sagt die Chefin der Bonner Ägyptologie, Professor Dr. Ursula Rößler-Köhler: »Wir wollten eine Alternative zum mühevollen Weg über zusätzliche Berufsqualifizierungen wie Kurse oder Umschulungen nach dem Studium schaffen. Bei uns erhalten die Studierenden schon vor dem Abschluss die Möglichkeit zum Erwerb wirklich praktisch nutzbarer Zusatzkenntnisse.«

Ansprechpartnerin:
Christina Kreuzner
Ägyptologisches Seminar der Universität Bonn
Telefon: 0228/73-7587
E-Mail: aegyptologisches.seminar@uni-bonn.de
05.08.2005, D H
Quelle: Universität Bonn
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