Meldung
Familienfreundliches Museum
»An der Haltung sollt ihr sie erkennen!« Besucherfreundlichkeit ist Familienfreundlichkeit, Familienfreundlichkeit ist Menschenfreundlichkeit - und Menschenfreundlichkeit ist eine geistige Haltung. Diese Erkenntnis lag den vier Seminarmodulen zum Thema »Familienfreundliche Museen« nicht als vorgedachtes und didaktisch-methodisch gesichertes Ergebnisziel zu Grunde, sondern entwickelte sich im Diskurs und in der gemeinsamen Arbeit mit den Teilnehmern und dem Leitungsteam des QuAM-Jahrgangs sowie mit den daran beteiligten Referenten. Familienfreundlichkeit ist keine Sache der Größe einer Institution, der Anzahl der Mitarbeiter oder des Etats, sie lässt sich nicht über Anordnungen erzwingen oder mit Rezepten automatisieren - sie ist eine Frage der professionellen Kommunikation und der Fähigkeit, in sozialer Interaktion denken und handeln zu können. Familienfreundlichkeit ist Professionalität im Umgang mit Menschen, sie ist aber nichts ohne die geistige Haltung und innere Einstellung, die diese Professionalität tragen und in praxi immer wieder bestätigen muss.Die auf CD-R dokumentierten Ergebnisse des Kolloquiums im Januar 2006 belegen ganz in diesem Sinne, dass QuAM 2005 und damit die Teilnehmenden des Jahrgangs, das gesteckte Ziel erreicht haben, welches die vier Seminare verfolgten: es ging darum, ein tieferes Verständnis für die kommunikativen und sozialen Bedürfnisse von Menschen in den unterschiedlichsten museumsspezifischen Situationen zu erzeugen und aus dieser Erkenntnis heraus angemessene und handhabbare Strategien zu entwickeln, die sowohl den Bedarfen der Besucher als auch der jeweiligen Institution entsprechen sollten.
Die Beiträge der Teilnehmerinnen und Teilnehmer kommen denn auch in Form und Inhalt nahezu kongenial den Unterschiedlichkeiten, Perspektiven und Potenzialen gleich, die das Spektrum »familienfreundliches Museum« aufzuweisen hat:
Von der nüchternen und objektiven Ist-Analyse einer bestehenden historischen Ausstellung und deren Neustrukturierung mittels spielerischer Elemente über das Konzept für einen interaktiv-sinnlichen Schlosspark, von der Weltreise per Rucksack in der ethnologischen Ausstellung über den dialektischen Disput widersprüchlicher Ansichten über Interaktivität und Inszenierung in Ausstellungen bis zur satirisch-bissigen Stadtratssitzung zum Beschluss der Einrichtung eines neuen und familiengerechten Museums reicht der Bogen - und noch weiter.
Die CD-R ist für den Preis von 5,- EUR unter der Bezeichnung »QuAM-05« direkt über den Programmbereich Museum zu beziehen.
Andrea Ehlert
14.08.2006, D H
Quelle: Bundesakademie für kulturelle Bildung
Weiterführende Links: http://www.bundesakademie.de
Quelle: Bundesakademie für kulturelle Bildung
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