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Konferenzbericht

Österreichischer Kunsthistorikerkongress erstmals an der Donau-Universität

(v.l.n.r.) Mag. Peter Bogner, Univ. Prof. Oliver Grau, Dr. Rainald Franz

Die Tagung österreichischer Kunsthistorikerinnen und Kunsthistoriker fand von 30. September bis 2. Oktober unter dem Titel „Ornament und …“ in Kooperation mit den Bildwissenschaften erstmals an der Donau-Universität statt. Die Eröffnung wurde durch Bürgermeisterin Ingeborg Rinke durchgeführt.

„Für das vor nunmehr 8 Jahren an der DUK gegründete Fach Bildwissenschaft, mit dem 2005 berufenen ersten Lehrstuhl im deutschen Sprachraum …“, so Prof. Grau bei seiner Begrüßung, sei „… nach einer Reihe durchgeführter nationaler und internationaler Tagungen und Kongressen die Tagung des Verbands naturgemäß ein Höhepunkt“.

Seit der „Überwindung des Ornaments“, seinerzeit von Adolf Loos propagiert, tritt diese eher wenig beachtete Kategorie nicht nur in der heutigen Architektur, sondern auch im Produktdesign und der bildenden Kunst wieder vermehrt in Erscheinung. Mit Fachexperten aus dem In- und Ausland wurde das Ornament nicht allein hinsichtlich seiner ästhetischen Funktion in Theorie und Praxis der Moderne diskutiert, sondern ein erweiterter Blick auf seiner Rolle als ein theoretisches Token geworfen, über das sich historische und kulturelle Differenzen und Interferenzen reflektieren lassen. Nicht zuletzt aus Perspektive der Bildwissenschaften sei eine Wiederbelebung des Ornaments zu erkennen. Neu ist etwa die Dimension welche nunmehr ornamenthaltigen Bilder in den (Natur-) Wissenschaften zuwächst, deren Erzeuger neben ihrer Informationspflicht zunehmend auf suggestive-ornamentale Fragmente setzen.

Im Rahmen der Generalversammlung des Verbandes wurde Dr. Rainald Franz als neuer Vorstandsvorsitzender gewählt und löst Mag. Peter Bogner nach sechs jähriger Amtszeit ab. Die Bildwissenschaften wünschen dem neuen Vorsitzenden viel Erfolg und Freude bei seiner neuen Aufgabe.

Im Anschluss an den Exkursionsnachmittag nach Stift Göttweig fand im Zentrum für Bildwissenschaften die Eröffnung der neuen Virtuellen Online-Ausstellung „Das barocke Thesenblatt“ statt – ein Genre der graphischen Kunst, dass erstmals in einer Online Ausstellung präsentiert wird.

Eng mit der Forschung verbunden sind Studienprogramme, die in dieser Form ausschließlich an der Donau-Universität existieren. Berufsbegleitende Masterstudiengänge in Bildwissenschaften und Medienkunstgeschichte, sowie Studienprogramme für Visuelle Kompetenzen, Digitales Sammlungsmanagement, Ausstellungsdesign und Fotografie bringen working professionals und insgesamt ca. 100 international ausgewiesene Experten als Faculty an das Zentrum für Bildwissenschaften auf Stift Göttweig.

Zentrum für Bildwissenschaften, Donau-Universität Krems
Verband Österreichischer Kunsthistorikerinnen und Kunsthistoriker

Thomas Veigl
31.10.2011, Kornelia Bauer
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