stART11: das Social Web als Ausgangspunkt für transmediales Erzählen
Genau aus diesem Grund sollten Kulturbetriebe sich mit Transmedia Storytelling beschäftigen, denn das Anlegen einer Facebookseite ist nur der erste Schritt auf dem langen Weg ins Sozial Web. Die Zahl der Kulturbetriebe, die dort aktiv sind, hat sich in den letzten zwei Jahren rasant erhöht. Heute gehört es schon fast zum guten Ton, auf den verschiedenen Sozial-Media-Kanälen präsent zu sein.
Aber welche Inhalte sollten dort kommuniziert werden? Viele Kulturbetriebe haben schon gemerkt, dass Reaktionen ausbleiben, wenn man Facebook & Co. nur als zusätzlichen Lautsprecherkanal nutzt. Warum aber dort keine Geschichten erzählen, schließlich werden nirgends mehr Geschichten erzählt als im Kunst- und Kulturbereich. Hinter jedem Theaterstück, jeder Oper und jedem Bild verbirgt sich eine Geschichte. Auch die Musik kann nicht darauf verzichten. Es gibt also einen unendlich großen Fundus an Geschichten, um den uns alle anderen beneiden.
Um ehrlich zu sein, Storytelling ist für den Kunst- und Kulturbereich nicht wirklich neu, das Erzählmuster einer Heldenreise etwa wird meist anhand der Irrfahrten des Odysseus beschrieben. Transmediales Erzählen geht nun aber einen Schritt weiter und erzählt eine Geschichte mit Hilfe verschiedener Formate. Nun wird kein Theater plötzlich damit beginnen, die auf der Bühne begonnene Geschichte als Film weiter zu erzählen oder eine Fortsetzung im Spieleformat zu entwickeln. Wir denken, dass hier Kooperationen viel zielführender sind und Transmedia Storytelling eine große Chance bedeutet, sich mit Partnern aus anderen Sparten zusammen zu tun und gemeinsam transmediale Welten zu entwickeln. Wir alle kennen etwa die Geschichte von Peer Gynt. Aber die Geschichte ist noch nicht zu Ende. Auf der stART11 werden wir erleben, wie die Geschichte weitergeht. Gregor Hopf wird zeigen, auf welche Formate sein Projekt „Peer Returns“ setzt.
Geschichten lassen sich aber auch unter Einbeziehung der Zuschauer, Zuhörer oder User erzählen. Location based Storytelling nennt sich das, was uns Dorothea Martin und Patrick Möller zeigen werden. Als Besucher der stART11 haben Sie die Möglichkeit, Duisburg-Ruhrort durch die Augen Gerhard Mercators, einem der berühmtesten Söhne Duisburgs, zu erleben. Damit die Sache nicht langweilig wird, haben die beiden ihre Präsentation als Spiel angelegt. Aber Vorsicht: „Wer Pech hat, dem spielen die Schüler des Akademischen Gymnasiums einen Streich, wer großes Pech hat, der landet möglicherweise sogar in den Fängen der Inquisition und verliert so wertvolle Zeit auf dem Weg ans Ziel“, schreiben die beiden in ihrer Ankündigung.
Gerade solch partizipative Ansätze machen das Sozial Web interessant, denn für die Interaktion mit den „Fans“ oder „Followern“ sind diese Plattformen geschaffen worden. Allerdings will die Kommunikation mit den Dialoggruppen auch gut vorbereitet sein. Anregungen, Tipps und Hilfestellungen für das eigene Konzept gibt es bei Christoph Deeg, der zusammen mit Ihnen die „Sozial Media Battle“ austrägt. In Form eines Spiels entwickeln Sie die passende Strategie und „kämpfen“ dabei gegen widrige Umstände und Verhinderer. Halt wie im richtigen Leben.
Wenn Sie nun Lust bekommen haben, am 17. und 18. November in Duisburg-Ruhrort in der Haniel-Akademie dabei zu sein, dann finden Sie unter http://de.flavors.me/start11 noch einmal alle Informationen in gebündelter Form. Die Tickets für die zwei Tage kosten 144 Euro und beinhalten nicht nur Mittagessen und Getränke, sondern auch den Eintritt zur Abendveranstaltung.
Und wenn Sie noch unsicher sind, ob Transmedia Storytelling Sie wirklich interessiert, dann werfen Sie doch einen Blick in unser eBook „Transmediales Erzählen“, mit dem wir alle zum Einstieg in das Thema Transmedia Storytelling einladen wollen. Sie finden es auf unserem Konferenzblog oder direkt auf Scribd oder Slideshare. Entstanden ist es dank der Unterstützung unserer beiden Medienpartner kulturkurier inside und Kulturmanagement Network, herzlichen Dank dafür.
Autor: Christian Henner-Fehr ist Mitorganisator der stARTconference.
Hier noch einmal die wichtigsten Links:
eBook (Slideshare): http://www.slideshare.net/hennerfehr/transmediales-erzhlen
eBook (Scribd): http://www.scribd.com/doc/70983744/Transmediales-Erzahlen
Ankündigung eBook im Konferenzblog: http://www.startconference.org/2011/10/31/als-vorgeschmack-auf-die-start11-unser-ebook-transmediales-erzahlen/
Sammelseite für alle Informationen zur stART11: http://de.flavors.me/start11


