Konkretes zu Denkmalschutz, Personalmanagement und internationale Weiterbildung
Das Fachbuch richtet sich mit seiner Mischung aus wissenschaftlichen und praxisnahen Artikeln an Einsteiger/innen und bereits tätige Kulturmanager/innen. Hier ein kurzer Einblick:
Denkmalschutz
Jedes Land hat ein kulturelles Erbe vorzuweisen. Egal ob es sich um traditionelle Kunstformen handelt oder um Riten und Feiertage. Das gilt auch für Gebäude und Gärten – sogenannte Denkmäler. Natürlich leuchtet jedem ein, dass der Louvre oder der schiefe Turm von Pisa oder die Markuskirche in Venedig erhalten werden müssen, dass es sich um wichtige Dokumente der Geschichte und der städtischen Entwicklung handelt. Aber wie sieht es mit einem Bürogebäude aus den 1950er Jahren aus, dass auch als Denkmal anerkannt und geschützt wird? Hier beginnt sich die Lücke zwischen der Fachmeinung und der öffentlichen Wahrnehmung zu vergrößern. Wie vermittelt man also dem Bürger den Wert von Denkmälern? Wie macht man darauf aufmerksam, wie wichtig es für die Stadtentwicklung ist sich zu verändern, aber eben auch zu bewahren. Und wessen Aufgabe ist diese Vermittlung?
Personalmanagement
Der Ausbildungsmarkt für Kulturmanager hat sich extrem entwickelt in den letzten 20 Jahren. Die Menge an Ausbildungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten ist fast schon unübersichtlich groß geworden. Aber sind die Personalbeauftragten bzw. Personalabteilungen der Kulturinstitutionen auf diese Professionalisierung vorbereitet? Werden die Führungskräfte von morgen von den Institutionen entsprechend ausgewählt und gefunden? Im profitorientierten Bereich werden häufig Personalberater und Headhunter hinzugezogen, um diese Qualität des Auswahlprozesses zu gewährleisten und die richtige Person aus den üblicherweise großen Bewerberkreis auszuwählen. Im NPO Bereich wird diese Möglichkeit im deutschsprachigen Raum noch selten eingesetzt. Wie ist der Stand der Dinge?
Kultur und Entwicklung
Kulturmanagement ist im anglophonen Bereich schon seit Jahrzehnten eine anerkannte Profession, die deutschsprachigen Länder folgten seit den 90ern. In einigen anderen Ländern und Kontinenten ist die Aus- und Weiterbildung von Kulturmanagern noch nicht stark formalisiert, die Profession noch nicht anerkannt, auch wenn hervorragende Arbeit geleistet wird. Hinzu kommt, dass in den letzten Jahren verstärkt wahrgenommen wurde, wie groß die Bedeutung von Kultur und Kulturarbeit für die Entwicklung einer Zivilgesellschaft sein kann. Infolgedessen haben sich auch Schwerpunkte bei den internationalen Organisationen stärker um das Thema Kultur und Kulturmanagement bemüht. Dieser Schwerpunkt konzentriert sich auf Programme von internationalen Organisationen, die versuchen die Kulturmanager in diesen Ländern zu entwickeln.
Quelle: Institut für Kulturkonzepte e.V., Wien/Hamburg
Weiterführende Links: www.kulturkonzepte.at


