Der Kreativ-Motor für regionale Entwicklung.
Die Struktur- und Regionalpolitik der EU ist einer der wichtigsten und am höchsten dotierten Politikbereiche der Union: sie soll wirtschaftliche und soziale Unterschiede zwischen den Regionen ausgleichen und so den Zusammenhalt zwischen den Mitgliedsstaaten stärken. Kunst, Kultur und Kreativwirtschaft spielen dabei eine zentrale Rolle – die von der EU-Regionalpolitik bislang nur wenig wahrgenommen wurde.
Die zentralen Ergebnisse: Zwischen 2007 und 2010 – also zur ‚Halbzeit’ der aktuellen
Förderperiode 2007 bis 2013 – wurden in den Regionalförderprogrammen 534 Projekte mit € 139 Mio. Gesamtprojektbudgets genehmigt. Mehr als die Hälfte davon – € 78,8 Mio. – kommen aus den EU-Fonds EFRE, ESF und ELER.
Diese Zahlen übertreffen die gesetzten Erwartungen bei weitem und untermauern die Tatsache, dass die Regionalpolitik für Kunst, Kultur und Kreativwirtschaft ebenso
zuständig ist wie für Wirtschaft, Umwelt oder Transportwesen etc. Die Erwartungen waren aber nicht zu Unrecht wesentlich niedriger als die konkreten Ergebnisse es sind; denn in der Konzeption der Regionalpolitik, d. h. in den strategischen Leitlinien, Zielformulierungen und operationellen Programmen lässt sich kein stringenter Ansatz zur Berücksichtigung von Kultur ausmachen.
In der Publikation werden die Ergebnisse in allen Einzelheiten diskutiert: welche der 25 untersuchten Programme Kunst und Kultur ermöglichen, wo speziell die Kreativ-wirtschaft gefördert wird, welche Themen vorherrschen, wie die österreichischen Bundesländer mit der Materie umgehen – und vor allem: wo noch Potentiale brach liegen, die aktiviert werden können. Die abschließenden Empfehlungen sind auf eine bessere Wahrnehmung und Verankerung von Kunst, Kultur und Kreativwirtschaft gerichtet, um diese Potentiale besser zu nutzen.
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Quelle: Österreichische Kulturdokumentation


