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7. September 2008

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Buchrezension

Besucherbindung im Kulturbetrieb

Ein Handbuch von Armin Klein

In einer Diskussion zwischen Kulturpolitikern und Kulturschaffenden zur Frage »Kulturland Österreich - nachhaltig gesichert?«, die vor wenigen Wochen in Wien statt fand, meinte der am Podium teilnehmende Direktor der Albertina, Klaus Albrecht Schröder, die nachhaltigste Sicherung der Kultur seien ihre Besucher. Solange Kulturinstitutionen Besucher anzuziehen vermögen, sei der Bestand der Kultur in einem Land gesichert. Im Sinne einer nachhaltigen Sicherung von Kultur und Kulturinstitutionen ist auch das Bestreben von Kulturbetrieben zu verstehen, über entsprechende Instrumente Besucher langfristig an die jeweilige Institution zu binden. Der Besucher, der nicht als Ziel, sondern als Auslöser der Aktivitäten einer Kultureinrichtung begriffen werden soll, wäre damit nicht nur Bestandsgarantie der Institution, sondern auch Motor, die Institution lebendig zu halten.

Armin Klein führt in seinem Handbuch strategisch von der Besucherforschung über die Produktentwicklung hin zu den einzelnen Besucherbindungsinstrumenten, die das Kernstück des Buches bilden. Mit historischen und rechtlichen Anmerkungen versehen, illustriert Klein mit umfangreichen Bespielen traditionelle Instrumente der Besucherbindung wie Abonnementsystem und Förderverein, erläutert detailliert innovative Instrumente wie Besucherkarte und Besucherclub, die ihren Ursprung im kommerziellen Kundenbindungsbereich haben, sowie das Instrument der Membership, die aus dem angloamerikanischen Bereich kommend langsam auch den deutschsprachigen Raum erobert.

Das Handbuch schließt mit einem Überblick über und einen Ausblick auf die (zukünftig) zur Verfügung stehenden Möglichkeiten der virtuellen Kundenbindung über Websites und eMail und des Database-Marketing, das mit Hilfe von in Datenbanken verwalteten Daten über das Kaufverhalten von Besuchern zukünftig ein kundenspezifisches One-to-One-Marketing ermöglichen wird.

Das Handbuch kann Basisinformation, Leitfaden, Ideenlieferant und übersichtliches Nachschlagewerk für Mitarbeiter von Marketingabteilungen in Kulturbetrieben sein.
Dr. Isabella Urban
26.03.2006, D H
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