Meldung
Szenografie in Ausstellungen und Museen
Das Thema des Kolloquiums lautet diesmal »Zeit - Raum / Raum - Zeit«. Es geht den Verhältnissen von Raum und Zeit in Ausstellungen und Museen nach. Ein Ausstellungsraum ist wie jeder bewusst geschaffene Erfahrungsraum für Menschen ein Wahrnehmungsraum. Hier sind Materialität, Formen, Farben, Licht oder Klima so organisiert, dass Information, Sinn und Bedeutung einem Publikum erfahrbar gemacht werden und ein erlebnishaftes Begreifen stattfinden kann. Der Besuch einer Ausstellung hat zugleich eine zeitliche Dimension. Deren Dramaturgie bedarf ähnlich eines Films oder einer Theateraufführung der Gestaltung.Mehr als 20 Fachleute aus Europa werden in Beiträgen aus den Bereichen der Physik, Philosophie, Psychologie und der Hirnforschung Grundlegendes zum Raum-Zeitverhältnis beleuchten. Im Weiteren thematisieren sie die Gestaltung der Raumzeit einer Ausstellung durch Beispiele aus Architektur, Theater, der AV-Medienkunst oder des Bühnenbildes. Ebenso stehen Fragen der zeitgemäßen Aktualisierung großer ständiger Ausstellungen oder der Gegenentwurf eines in ständiger Wandlung begriffenen »Deltamuseums« im Mittelpunkt. Außerdem diskutieren die Teilnehmenden Konzepte einer im Museum zu bewahrenden vergangenen Zeit sowie die Ausrichtung auf gesellschaftspolitische Zukunftsentwürfe.
Die DASA arbeitet seit dem Jahr 2000 im Bereich Szenografie in Ausstellungen und Museen im Rahmen von jährlichen Kolloquien an der Weiterentwicklung von museologischer Gestaltung. Sie hat ein international anerkanntes Forum für die Diskussion szenografischer Fragen im Bereich der Museumspolitik und Museologie begründet.

