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4. Dezember 2008

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Porträt

Die Alfred Toepfer Stiftung F.V.S.

Logo der Alfred Toepfer Stiftung

Die Alfred Toepfer Stiftung F.V.S. feiert Ende Januar ihr 75-jähriges Bestehen am Standort in Hamburg.

Die Stiftung, die sich auf dem Gebiet der »Europäischen Einigung unter Wahrung der kulturellen Vielfalt sowie die Verständigung zwischen den Völkern Europas« engagiert, nutzt dies um einen neuen großen Kulturpreis vorzustellen und damit die eigenen Förderaktivitäten anders zu akzentuieren.

Der neue, mit 75.000 Euro dotierte KAIROS - Europäischer Kulturpreis der Alfred Toepfer Stiftung F.V.S. richtet sich an europäische Kunst- und Kulturschaffende aus Musik, Architektur, Kunst, Film, Fotografie, Literatur und Publizistik. Ausgezeichnet werden Künstler, Wissenschaftler aber auch Organisatoren, die entscheidende Impulse in der Kulturlandschaft geben, berichtet die Programmleiterin Uta Gielke. Bekannte Gesichter dürfe man bei den Preisträgern weniger erwarten. Erklärtes Ziel sei es, nicht nur künstlerische Individualisten, sondern die oft im Hintergrund arbeitenden Initiatoren zu würdigen. Erster Preisträger wird der Berliner Musikwissenschaftler Dr. Albrecht Dümling, der seit 1990 den Berliner Verein musica reanimata leitet. Er wird für seine Verdienste um die Wiederbelebung der durch den Nationalsozialismus verdrängten Musik ausgezeichnet. Der jährliche Preisträger wird durch ein Kuratorium ausgewählt, dass in den nächsten Jahren um Experten verschiedener europäischer Länder erweitert werden soll.

Das Engagement der Stiftung wird damit neu ausgerichtet. In diesem Zuge wurden viele Preise nicht neu ausgelobt. Die Stiftung hatte schon 2006 den Startschuss für die Anstiftung neuer Förderformen gegeben und mit der Einrichtung des Alfred Toepfer Fellowships für Innovation in der Kultur ein neuartiges Programm zur nachhaltigen Berufsförderung im Kulturbereich ausgelobt. Gefördert werden Hochschulabsolventen aus Kulturwissenschaft, Kulturmanagement, Kulturjournalismus und anderen kulturnahen Studiengängen, die ein innovatives Projekt in Kulturinstitutionen projektleitend voranbringen wollen. Davon soll die Kulturinstitution durch die personelle Unterstützung von innovativen Vorhaben profitieren und dem Fellow durch Berufserfahrung und Netzwerkaufbau den Schritt in die Profession ermöglichen. Insgesamt 5 Fellows können an dem Programm teilnehmen und werden über zwei Jahre gefördert. Für 2007 ist eine Stelle neu ausgeschrieben.
Mario Zetzsche, Korrespondent
08.01.2007, D H
Weiterführende Links: www.toepfer-fvs.de/siggen01.html
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