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19. Juli 2008

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Buchrezension

Future Fitness

Autor: Matthias Horx; Eichborn Verlag; März 2003

Der Weltuntergang ist der Grössenwahn der Depressiven - dem allgemeinen aktuellen Krisengejammers unserer Gesellschaft setzt Zukunftsforscher Matthias Horx in seinem Buch „Future Fitness“ eine Fülle von Erkenntnissen und Anregungen entgegen.
Bereits das Inhaltsverzeichnis liest sich wie ein konkrete „To-Do-Liste“ nachvollziehbarer Verhaltensänderungen, ohne die wir die Zukunft kaum bewältigen werden. Um nach vorn zu blicken muss man wissen, wohin man schauen will. Und nur wer weiss, wie Zukunft entsteht , kann Zukunft gestalten. Doch wie soll man Propheten, Visionäre, Prognostikern und Zukunftsagenten voneinander unterscheiden? Wem sollen wir glauben? „Nutzen sie immer ihr eigenes Urteilsvermögen. Weitere Regeln gibt es nicht“ sagt Matthias Horx. Der inneren Haltung vertrauen; ehrlich analysieren, was man wirklich kann.

Neue Märkte zu schaffen heisst auch, ein neues Bewusstsein zu den Dingen zu entwickeln, beispielsweise die Rückkehr zur Einfachheit nicht als Rückschritt sondern als einen Entwicklungsschritt begreifen, Trends durch Substanz ersetzen oder eine Vision nicht mit einer guten Idee zu verwechseln. Darum ist dieses Buch in Zeiten der popularisierten Hochkultur (wie z.B. die ‘Drei Tenöre’) und hochkulturisierten Trivialkultur (RTL-Superstar, Avantgarde) auch ein Buch für Kulturschaffende. Kultur als der neue Sex.

Die Ermunterung des Autoren, „schöner zu scheitern“ ist die überraschendste und gleichermassen wichtigste Empfehlung und eines der fundamentalsten Geheimnisse von „Future Fitness“. Heute, wo wir alle Sonderlinge, Individualisten geworden sind, lässt sich das Scheitern sowieso nicht mehr verbergen. Also los! „Wer Großes will, kann groß scheitern“ - und: „Nur wer Scheitern erfährt, erfährt Differenz, Eigenheit – und seelisches Wachstum. Scheitern sie wohl! “   
31.07.2003, Uta Petersen
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