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5. Dezember 2008

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Bären, Teddys und Oscars

Anlässlich der 57. Internationalen Filmfestspiele Berlin wurden am 17.Februar 2007 im Berlinalepalast die Bären übergeben. Charlotte Roche führte durch den Abend, zur feierlichen Gala waren 1600 Gäste geladen.
Das Interesse von Fachbesuchern und Publikum war dieses Jahr größer denn je. Es gab mehr als 19.000 Akkreditierte aus 127 Ländern, darunter 4.000 Journalisten aus aller Welt. Insgesamt wurden 373 Filme in 1.190 Vorführungen gezeigt und es fanden rund 43.0000 Kinobesuche statt.

Auch der European Film Market, der zentrale filmwirtschaftliche Bereich der Berlinale ist weiter auf Wachstumskurs. Dieses Jahr präsentierten sich 259 Unternehmen der Filmbranche aus 46 Ländern mit 115 Marktständen.

Der goldene Bär für den besten Film des Wettbewerbs ging in diesem Jahr an Tuya’s Marriage von Wang Quan’an.
Der große Preis der Jury, der silberne Bär, ging an den argentinischen Film El Otro von Ariel Rotter.
Der silberne Bär für die beste Regie ging an den Regisseur Joseph Cedar für den Film Beaufort.
Silberne Bären für die beste schauspielerische Leistung gingen an Nina Hoss für ihre Rolle in Yella, bei dem Christian Petzold Regie führte und an Julio Chavez, der in Ariel Rotter’s  El Otro die Hauptrolle spielte.
Der Alfred Bauer Preis, der im Gedenken an den Gründer des Festivals an ein besonders innovatives Werk verliehen wird, ging an I’m A Cyborg, But That’s Ok von Park Chan-wook.
Mit dem Preis für den besten Erstlingsfilm wurde Vanaja von Rajinesh Domalpalli geehrt.
Das Ensemble aus The Good Shepherd von Robert De Niro wurde für seine Gesamtleistung mit einem silbernen Bären bedacht.
Der silberne Bär für die beste Musik ging an David Mackenzie für den Einsatz der Musik in seinem Film Hallam Foe.

Bei der TEDDY-Verleihung, dem Queer Film Award, die am 16.Februar 2007 zum 21.Mal stattfand, diesmal im Hangar2 auf dem Flughafen Tempelhof, wurden folgende Filme ausgezeichnet:
Der TEDDY für den besten Spielfilm ging an Spider Lillies von Zero Chou.
La León von Santiago Otheguy erhielt eine Special Mention.
A Walk Into the Sea: Danny Williams and the Warhol Factory von Esther B. Robinson wurde mit dem TEDDY für den besten Dokumentarfilm ausgezeichnet.
Der Teddy Award wurde 1987 zum ersten Mal vergeben und ist nach wie vor der weltweit einzige queere Filmpreis, der im Rahmen eines A-Festivals verliehen wird. Oscar Preisträger wie Pedro Almodóvar und Künstlerinnen wie Tilda Swinton wurden von den TEDDY Juroren entdeckt. Mittlerweile sind Filme mit schwulem oder lesbischen Inhalt Bestandteil aller Sektionen der Berlinale geworden.

Die Oscarverleihung fand am 25.Februar 2007 im Kodak Theatre in Los Angeles statt. Die Annual Academy Awards wurden zum 79. Mal vergeben.
Der Oscar für den besten Film des Jahres ging an The Departed von Martin Scorsese, ein US-amerikanisches Remake des Hongkonger Films Infernal Affairs, der 2004 in der Berlinale Sektion Forum gezeigt wurde.
Der Oscar für die beste Regie ging ebenfalls an Martin Scorsese für The Departed .
Forest Whitaker wurde für seine Rolle in The Last King of Scotland mit dem Oscar für die beste männliche schauspielerische Leistung ausgezeichnet.
Helen Mirren erhielt den Oscar als beste Hauptdarstellerin in The Queen.
Als beste Nebendarsteller wurden Jennifer Hudson in Dreamgirls und Alan Arkin in Little Miss Sunshine ausgezeichnet.
Den Preis für die beste Kamera erhielt Guillermo Navarro für die Kamera in Pans Labyrinth.
Gustavo Santaolalla wurde für die beste Filmmusik im Film Babel ausgezeichnet.
Der Oscar für den besten Animationsfilm ging an Happy Feet von George Miller.
Als bester Dokumentarfilm wurde An Inconvenient Truth von Davis Guggenheim ausgezeichnet.
Der deutsche Film Das Leben der Anderen von Florian Henckel von Donnersmarck erhielt den Oscar für den besten fremdsprachigen Film.

Katharina Hautz
01.03.2007, D H
Weiterführende Links: www.berlinale.de, www.fdk-berlin.de, www.teddyaward.tv
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