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5. Dezember 2008

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Die Bundesakademie für kulturelle Bildung Wolfenbüttel wird 20

Am 27. April 2006 feierte die Bundesakademie für kulturelle Bildung Wolfenbüttel ihr 20-jähriges Bestehen im sog. Renaissancesaal des Schlosses Wolfenbüttel. Die Bundesakademie für kulturelle Bildung Wolfenbüttel dient satzungsgemäß der Weiterentwicklung der kulturellen Bildung in unserer Gesellschaft.

Dies bewirkt sie insbesondere als Ort der Fort- und Weiterbildung von haupt-, neben- und ehrenamtlichen Kräften, die in künstlerischen und kulturvermittelnden Arbeitsfeldern als Multiplikatoren tätig sind, sowie als Forum des kulturfachlichen und kulturpolitischen Diskurses.« So zitierte der niedersächsische Minister für Wissenschaft und Kultur, Lutz Stratmann, in seiner Festrede »Vom Olivenhain in Athen zum Schloss in Wolfenbüttel - Gedankengänge zu Orten der Bildung und Kultur« die von der Akademie herausgegebenen aktuellen Grundinformationen über das Haus. »Knapper und präziser kann man den Aktionsradius der heute zu feiernden Einrichtung kaum beschreiben.«


Seit nunmehr 20 Jahren ist die Bundesakademie »Ort für Kunst, Kultur und ihre Vermittler«. So versteht sie sich, und in diesem Geiste produziert sie Fortbildungsseminare, Tagungen, Publikationen, Tagesveranstaltungen und Beratung in den Bereichen Bildende Kunst, Literatur, Musik, Theater, Museum und Kulturpolitik. Sie arbeitet für Menschen, die als Künstler oder Kulturvermittler in den verschiedensten Funktionen tätig sind.

»Kulturelle Bildung ist aktiver Umgang mit den Künsten,« so drückt es die Akademie in ihrem Leitbild aus. ?Kulturelle Bildung stützt die Persönlichkeitsentwicklung, vergrößert die gesellschaftliche Teilhabe und trägt zum Erfolg im Beruf bei. Kulturelle Bildung ist als grundlegender Teil der allgemeinen Bildung zu sehen, und sie fördert insofern - als lebensbegleitender Prozess - eine kritische, handlungsrelevante Auseinandersetzung mit der Welt.«

Standorte der Bundesakademie sind das Schloss Wolfenbüttel sowie das Gästehaus »Schünemannsche Mühle« in der Nachbarschaft. Jährlich fährt die Akademie um die 150 Veranstaltungen mit ca. 270 Dozentinnen und Dozenten, die von annähernd 2000 Personen besucht werden. Schaut man zurück in die Statistik, dann blieben rd. 40.000 Personen im Schnitt für 21/2 Tage. Das bedeutet in den letzten zwanzig Jahren rund 100.000 Übernachtungen in Wolfenbüttel. In öffentlichen Veranstaltungen kamen allein in den letzten 5 Jahren knapp 3.100 Personen jährlich als Tagesbesucher ins Haus. Dies alles bewältigt ein Kreis von 19 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und einem oder einer »Freiwilligen im Sozialen Jahr Kultur« (FsJK).

In der Gründungsphase wurden (laut Finanzierungsplan aus dem Jahr 1990) vom Bund 7,7 Mio. DM (überwiegend aus der damaligen Zonenrandförderung) und vom Land Niedersachsen 10,7 Mio. DM für die sachliche und räumliche Infrastruktur der Bundesakademie investiert. Heute setzt die Akademie jährlich einen Etat von rd. 1,6 Mio. € um, der aktuell zu 32 % aus Eigeneinnahmen, zu 57 % vom Land Niedersachsen sowie zu 11 % vom Bundesministerium für Bildung und Forschung bestritten wird. »Die Bundesakademie für kulturelle Bildung Wolfenbüttel ist ein Kind des kulturpolitischen Aufbruchs ab Ende der 1970er Jahre auch in Niedersachsen,« sagte Akademiedirektor Dr. Karl Ermert. »Dass der Anfang nicht einfach war, kann man schon daran ablesen, dass zwischen der ersten Initiative für die neue Fortbildungseinrichtung für den Kulturbereich und der Gründung acht Jahre vergingen. Um so schöner ist es, dass die Akademie heute nicht mehr wegzudenken ist. Unsere Teilnehmer kommen aus ganz Deutschland und zu einem Drittel aus Niedersachsen. Sie ist ein selbstverständlich anerkannter Ort für die fachliche Entwicklung in der kulturellen Bildung und für den kulturpolitischen Diskurs. Kurz gesagt: ein dynamischer Entwicklungsfaktor für die kulturelle Bildung in unserem Land.« »Die größten absehbaren Herausforderungen stellt zum einen die notwendige Internationalisierung der Arbeit dar. Die Künste entwickeln sich mehr als je in internationaler Kommunikation - und kulturelle Bildungsansätze müssen das auch tun. Da können wir viel von unseren internationalen Nachbarn lernen. Zum anderen geht es um die Herausforderungen der demografischen Entwicklung auch für den Kulturbereich. Und zwar nicht nur durch die Altersdemografie, sondern auch und vor allem durch die Migrationsdemografie. Kunst, Kultur und kulturelle Bildung müssen erst noch systematisch in ihren transkulturell integrierenden Möglichkeiten politisch und praktisch erkannt und umgesetzt werden. Auch daran will und muss sich die Bundesakademie beteiligen,« betonte Ermert.
06.06.2006
Quelle: Pressemitteilung der Bundesakademie Wolfenbüttel
Weiterführende Links: http://www.bundesakademie.de
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