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5. Dezember 2008

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Neuer Szenografie-Band erschienen

Seit dem ersten Kolloquium zu Fragen der Szenografie in Ausstellungen und Museen im Jahr 2000 spürt die DASA jährlich aktuellen Trends und Lösungsansätzen in diesem vieldiskutierten Bereich der angewandten Museologie nach. Mit der eindringlichen Erinnerung von Gerhard Kilger an jede Form des Ausstellens: »Man kann nicht Nichtgestalten«, gelten grundsätzlich szenografische Methoden selbst dann, wenn nur objektbezogen eingerichtet wird.

Dank der besonderen Mischung aus Museumsleuten, Agenturen, Ausstellungsmachern, Künstlern und Wissenschaftlern ist die Veranstaltungsreihe zu einem interdisziplinär anerkannten Treffpunkt der Szene avanciert. Die verschiedenen Fachvorträge ergänzen und widersprechen sich. Sie sind Nährgrund für Podiums- und Auditoriumsdiskussionen und auch Auslöser so mancher Zusammenarbeit. Die Ergebnisse der ersten drei Szenografie Kolloquien wurden bereits in dem im Jahr 2004 erschienenen Sammelband Szenografie in Ausstellungen und Museen zusammengefasst.

Das nun vorliegende Buch Szenografie in Ausstellungen und Museen II - Wissensräume Kunst und Raum - Raum durch Kunst führt die Diskussion fort und präsentiert - reich bebildert - auf 240 Seiten Expertenwissen in den schriftlichen Fassungen der auf den Tagungen der Jahre 2004 und 2005 gehaltenen Vorträge. Internationale Fachleute aus Theorie und Praxis, unter ihnen Dominique Botbol (Paris), Rafael Azuar (Alicante), Anne Emerson (Boston), Danièle Wagener (Luxembourg), Otto Jolias Steiner (Sarnen) oder Uwe Brückner (Stuttgart) schildern exemplarisch an eigenen Projekten am eigenen Haus oder generalisierend ihre Auffassung von Szenografie.

Im Zentrum steht ein neuer Ausstellungsbegriff, der die Ausstellung als Medium begreift, mit dem das Publikum gleichsam ganzheitlich handlungsorientiert gebildet werden kann. Die so entstehenden Wissensräume sind eine Symbiose aus Kunst, Didaktik und Ausstellungsgestaltung. Museen und Ausstellungen sind die Wissensräume par excellence der gegenwärtigen Gesellschaft. Sie haben fast klassisch zu nennende Ausdrucksformen und besondere Methoden der Präsentation und Raumbildung entwickelt. Illustrative Museumsinszenierungen und schnelllebiges Ausstellungs-Edutainment sind in den meisten europäischen Ländern immer weniger gefragt: Der vorliegende Band zeigt anschaulich und überzeugend Alternativen auf.

»Szenografie in Ausstellungen und Museen II« ist in diesem Frühjahr im Klartext Verlag Essen erschienen (ISBN 3-89861-462-X).
13.04.2006, D H
Quelle: DASA (Deutsche Arbeitsschutzausstellung)
Weiterführende Links: www.dasa-dortmund.de
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