Eine europäische Kulturagenda im Zeichen der Globalisierung
Erstmalig fordert die Europäische Kommission hierin eine umfassende europäische Kulturstrategie, eine Kulturagenda für Europa, die Schaffung eines europäischen Kulturforums sowie eine europäische Außenkulturpolitik.
Mit ihrer expliziten Forderung nach Unterstützung der europäischen kulturellen Vielfalt in all ihren Facetten bei gleichzeitiger Betonung der Förderung der zivilen Werte der Europäischen Union und der Förderung des interkulturellen Dialogs weicht die Kommission von ihrem bisherigen kulturpolitischen Ansatz ab. Die weitreichenden Formulierungen der Mitteilung konzipieren europäische Kulturpolitik als inklusive Gesellschaftspolitik. Die Strategie weist damit weit über die fördernden, unterstützenden und ergänzenden Prinzipien des Maastrichter Kulturartikels hinaus.
Das Strategiepapier schlägt zudem eine bessere und strukturiertere kulturelle Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedstaaten und den EU-Institutionen auf der Grundlage der »offenen Koordinierungsmethode (OMK)« vor.
Ein weiterer Schwerpunkt der Strategie ist neben den neuen Zielsetzungen der kulturellen Zusammenarbeit mit Drittstaaten auch die Einbeziehung des Kultursektors (Künstler, Kulturschaffende, kreative und kulturelle Industrien) in eine integrierte kulturpolitische Aktion der Union mit Hilfe der Schaffung eines europäischen „Kulturforums“.
Weiterführende Links: http://ec.europa.eu/culture/eac/index_en.html

