Personalia
Hans-Joachim Frey wird Theater-Chef in Bremen
Ein Intendant ohne Kampfhandschuhe
»Mich hat die Situation besonders gereizt«, sagt Hans-Joachim Frey, designierter Generalintendant des Bremer Theaters ab der Spielzeit 2007/2008. Es ist erst wenige Monate her, da machte die Hansestadt zum wiederholten Mal Schlagzeilen mit drohendem Theatertod. Die Insolvenz des ständig unterfinanzierten Vier-Sparten-Hauses wurde nur mit Mühe abgewendet...
Passend zur Intendanten-Kür kursiert eine Broschüre, in die Grünen unter dem Titel »Die Bremer Theaterkrise - eine peinliche Polit-Inszenierung der Großen Koalition« Ursachenforschung betreiben. Nun will Frey das Dauerdrama »Bremer Theatertod« schnell und zukunftsfroh beenden. Als »Vertreter einer neuen Generation« und erklärter »Reformer und Strukturveränderer« verbreitet er Aufbruchsstimmung, redet von Innovationen, Effizienzsteigerung, Marketing- und Synergie-Effekten. Der 40-Jährige, dessen Managerkompetenz höher einschätzt wird als dessen Bühnenerfahrung, war laut Kultursenator Jörg Kastendiek (CDU) von Anfang an der Wunschkandidat unter 50 Bewerbern....