Auf den Spuren von Albin Hänseroth
Der noch amtierende Intendant der Hamburgischen Staatsoper wird offiziell ab August die Nachfolge des im September 2004 verstorbenen Dr. Albin Hänseroth übernehmen. Damit wiederholen die Kölner ein bewährtes Modell, wurde doch bereits Hänseroth im Mai 1999 aus dem Intendantenposten in Hamburg nach Köln berufen. Langevoort erklärte, daß er in seiner neuen Funktion langfristig die Konzerttradition weiterentwickeln und die Frage, was das Publikum 2015 oder 2025 erwarten wird, zur Diskussion stellen wird.
Die Entscheidung für den 48jährigen Niederländer fällte eine siebenköpfige, international besetzte Findungskommission in einem transparenten Verfahren aus über 60 Bewerbungen, teilt die Kölner Philharmonie mit. Langevoort begann seine Opernlaufbahn nach Abschluss seines Jurastudiums 1981 am Brüsseler Théâtre Royal de la Monnaie bei Gérard Mortier. 1989 übernahm er die Leitung des Künstlerischen Betriebsbüros der Salzburger Festspiele. Nach Zwischenstationen an den Opern in Leipzig und Köln wurde er 1994 Intendant, 1995 auch Geschäftsführender Direktor der Nationalen Reisopera der Niederlande und trat 2000 seinen Vertrag als Opernintendant der Hamburgischen Staatsoper an, der mit Ende dieser Spielzeit ausläuft.
Langevoorts Wechsel nach Köln beendet auch seine interimistische Tätigkeit an der Staatsoper Unter den Linden, wo nach Informationen der WELT der Posten der Operndirektion unter dem Intendanten Peter Mussbach frei wird (Die WELT vom 17.11.2004). Auch die benachbarte Komische Oper ist auf der Suche nach einem neuen Operndirektor, da Per Boye Hansen ab August zum Bergen International Festival wechselt.

