Theater in der Provinz
1. Kulturelle Bildung im Bereich der Provinz
Die Interessengemeinschaft der Städte mit Theatergastspielen (INTHEGA) beteiligt sich an der öffentlichen Diskussion um kulturelle Bildungsfragen während ihrer 28. Herbsttagung am 22. und 23. Oktober 2007 im Kongress Palais Kassel - Stadthalle, zu der etwa 700 Teilnehmer erwartet werden. Sie hat dazu die Mitherausgeberin des besonders interessanten 1. KulturBarometers, Frau Dr. Susanne Keuchel vom Zentrum für Kulturforschung in Bonn, eingeladen. Sie wird neue Erkenntnisse dieser Studie darstellen und erläutern, die anschließend in einem ebenfalls öffentlichen Gespräch, moderiert von INTHEGA-Präsident Dr. Rupert Kubon, Oberbürgermeister der Stadt Villingen-Schwenningen, auf die Möglichkeiten der Vermittlung kultureller Bildung im Bereich der Provinz untersucht werden. Die Theater haben die ihnen zufallenden Anteile durchaus erkannt, wenngleich die Staats- und Stadttheater für die Erfüllung dieser Aufgaben teilweise zusätzliche Gelder verlangen oder die Verantwortung an den Schulbereich in ihrer Stadt verweisen. Anders geht es in den Städten mit Theatergastspielen zu. Deren in eigener Verantwortung bei der Programmauswahl arbeitenden Kulturämter oder Fachbereiche, aber auch die mit kommunaler Unterstützung ehrenamtlich arbeitenden Kulturvereine sollen durch die INTHEGA in die Lage versetzt werden, sich mit dem Wissen des aktuellen Sachstandes maßgeblich in das kommunale Netzwerk aller für Bildungsfragen zuständigen Institutionen einzubringen. Dazu wird der Beitrag im öffentlichen Teil der Herbsttagung am 22. Oktober ein gezielt gesetzter
Beitrag sein.
2. Theaterangebote für 2008/09
Das großzügige Ambiente der Stadthalle Kassel verspricht besonders gute Bedingungen für den traditionellen INTHEGA-Theatermarkt. Theater und Gastspieldirektionen stellen ihre Programmangebote für die Spielzeit 2008/09 vor. In Kassel werden auch etliche neue Anbieter anzutreffen sein. Die Buchungen werden für viele Veranstalter sowohl in finanzieller Hinsicht als auch durch verändertes Verhalten der verschiedenen Zuschauerkreise immer schwieriger. Dabei sind sie wesentlich auf die Angebote der Landesbühnen, Tourneetheater und der freien Theater angewiesen. Für sie sollte das Thema der kulturellen Bildung deshalb ebenfalls von besonderem Interesse sein. Außerdem sind für beide Seiten die Gespräche auf dem Theatermarkt und beim abendlichen Beisammensein wichtig. Seit Bestehen der INTHEGA wird deren Mitgliedern der besondere Service geboten, in Arbeitskreisen fachkundige Beratungen verbunden mit einem Meinungsaustausch zu erhalten. Das ist auch diesmal für die vier Kategorien Schauspiel, Musiktheater/Tanz, Kinder-/ Jugendtheater und Kleinkunst der Fall.
3. INTHEGA-Preise / Autorenförderpreis
Zum 23. Mal werden die von den INTHEGA-Mitgliedern bestimmten INTHEGAPreise vergeben, wofür diesmal der Rahmen attraktiver gestaltet werden soll. Vergeben werden ein Sonderpreis des Vorstands, drei Mitgliederpreise im Bereich Schauspiel sowie je ein Mitgliederpreis in den Bereichen Crossover und Musiktheater jeweils für besonders herausragende Produktionen der Spielzeit 2006/07. Zum 2. Mal wird die Landesbühnengruppe im Deutschen Bühnenverein die Plattform der INTHEGA-Herbsttagung nutzten, um ihren Autorenförderpreis 2007 zu vergeben.

