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11. Oktober 2008

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Ein neues Museum für Chemnitz

Alexej von Jawlensky, Variation: Frühling, um 1916, VG Bild-Kunst, Bonn 2007

Man nennt sie einen ausgesprochenen Glücksfall für die Stadt. Die Rede ist von Ingrid Mössinger, der umtriebigen Direktorin der Kunstsammlungen Chemnitz. Nachdem sie mit kluger und qualitätvoller Ausstellungspolitik die Kunstsammlungen der Stadt überregional bekannt gemacht hatte, konnte sie nun eine der größten deutschen Privatsammlungen gewinnen und ein neues Museum gleich dazu.

Dr. Alfred Gunzenhauser hat in seiner 2.300 Werke umfassenden Sammlung Meister des 20. Jahrhunderts wie Conrad Felixmüller, Alexej von Jawlensky, Lovis Corinth und Max Beckmann, Ernst Ludwig Kirchner und Christian Rohlfs, zudem Arbeiten von Serge Poliakoff, Emil Schumacher und andere zusammengetragen. Mit der Sammlung Gunzenhauser erhält Chemnitz das umfassendste museale Otto-Dix-Konvolut, mit 290 Werken. Beworben haben sich für die hochkarätige Sammlung auch Städte wie Dresden, Leipzig und München.

Nach dem die Direktorin den Sammler wie auch die Politiker der Stadt Chemnitz für das Projekt gewinnen konnte, wurde 2004 das Museumsprojekt von den Stadträten befürwortet und verabschiedet. Für die umfangreiche Sammlung wurde von dem Berliner Architekten Volker Staab ein ehemaliges, heute denkmalgeschütztes Sparkassengebäude am Rande der Innenstadt umgebaut. Der Architekt in Kulturneu- und -umbauten versiert, respektierte die historische Substanz des Baus, besonders die fensterreiche Fassade, und setzte den Kern für die Belange eines Museums völlig neu um. Die Umbauten begannen 2005 und nun wird das Museum ab dem 1. Dezember der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Die Kosten für das neue Chemnitzer Museum beliefen sich insgesamt auf 9,5 Millionen Euro, davon 8 Millionen für das Gebäude. Die Stadt trägt einen Eigenanteil von 2,9 Millionen, der Rest wurde über Fördermittel, Spenden und Sponsoren finanziert.

30.11.2007, V S
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