Interview
Marketing – Kunst der Gegenwart
»Marketing – Kunst der Gegenwart« - Was denken Sie?»Ja, stimmt. Ganz klar« - Student der Kulturwissenschaften Münster
»Wir beschäftigen uns leider viel zu wenig mit diesem Thema« - Studentin der Kulturwissenschaften
»Marketing würde ich weder als Kunst noch als Wissenschaft einordnen« - Student BWL Paderborn
»Gute Kunst braucht kein Marketing« - Studentin Kunstgeschichte Köln
Kulturmanagement Network sprach als offizieller Medienpartner mit den Organisatoren des Kongresses:
KMN: Was hat denn Marketing mit Gegenwartskunst zu tun?
KK 2008: Wir haben den Titel bewusst so gewählt, dass er eine Bandbreite an Interpretationsmöglichkeiten zulässt. Sollte der Betrachter diese beiden Begriffe gleichsetzen, so ist dies von uns durchaus beabsichtigt. Vor einiger Zeit wurde durch »Virgin Music«- in Kooperation mit der »Popakademie Mannheim«- das erste Alternate Reality Game als virales Marketinginstrument im Musikgeschäft eingeleitet. Mit großem Erfolg, wie es auf einer Pressekonferenz in Berlin hieß. Ohne die Kunst bzw. das Kunstprodukt zu beeinflussen oder gar mitzugestalten, eröffnen sich neue Wege, Kunst ihrer individuellen Zielgruppe zugängig zu machen. Wie weit jedoch darf das Instrument Marketing gehen und ohne die Individualität und Aussagekraft von Kunst in den Hintergrund zu drängen? Auf der anderen Seite leiden insbesondere die Non Profit Kultureinrichtungen unter finanziellen Engpässen, eben weil man sich bewusst gegen die Vermarktung des Produktes »Kunst« entscheidet.
KMN: Der Titel »Inspiration Netzwerk« ist ein ständiger Begleiter des Kongress. Was hat es damit auf sich?
KK 2008: Es geht im weitesten Sinne um das in der Kultur- und Kunstbranche äußerst wichtige »Netzwerken«. Um erfolgreich und vor allen Dingen spontan und effektiv arbeiten zu können, benötigt jeder Kulturmanager individuelle Kontakte. Der Kongress war und ist auf der Idee aufgebaut, ein Netzwerk zwischen den Teilnehmern aufzubauen. Diese Idee hat sich schon 2005 und 2006 bewährt und wird von uns weitergeführt.
KMN: Wie wird der Kongress ablaufen? Was erwartet uns und die Teilnehmer?
KK 2008: Wir werden alle Teilnehmer am Freitag den 11. Juli gegen Mittag, im hoffentlich sonnigen Freiburg, begrüßen dürfen. Am Nachmittag werden einige hochkarätige Referenten aus Wirtschaft, Kultur und Politik Themen wie »Wirtschaftlichkeit = Kunstbeschneidung?«, aber auch »Marketing als reale Kunstförderung« beleuchten. Der Kongresstag wird zunächst durch eine kontroverse und dadurch konstruktive Podiumsdiskussion abgerundet. Im Anschluss werden wir die Teilnehmer zu einer Party laden, an der wir Platz für Austausch und Networking schaffen. Am zweiten Tag liegt der Schwerpunkt auf den praktischen und interaktiven Workshops. Hierzu werden Dozenten aus den verschiedenen Bereichen des Kunstmanagements eingeladen und allen Teilnehmern eine uneingeschränkte Auswahlmöglichkeit geboten.
KMN: Wo wird der Kongress stattfinden?
KK 2008: Der Kongress wird an verschiedenen Orten in der Innenstadt Freiburgs stattfinden. Einerseits wollen wir uns durch abwechslungsreiche und außergewöhnliche Ambienten von anderen Kongresskonzepten abheben und auf der anderen Seite möglichst viele Freiräume zum Austausch schaffen. Zurzeit stehen wir in Verhandlung mit der Stadt Freiburg bezüglich des Historischen Kaufhauses. Andere Möglichkeiten sind die Katholische Akademie und die Münsterbauhütte.
KMN: Wen werden wir dort treffen?
KK 2008: Der Kongress richtet sich an Kulturschaffende und Kulturermöglichende von Heute und Morgen. Das heißt man wird Kulturmanager aus dem Bereich der Non-Profit Organisationen sowie der privaten Wirtschaft am Kongress antreffen. Zusätzlich sind auch Studenten der Kulturwissenschaften und des Kulturmanagements eingeladen um ihre jungen Ideen und Ansätze einzubringen.

