Meldung
Tagungsband zur Kulturwirtschaft 2005 erschienen
Nicht zu letzt erscheint das Buch zu einer Zeit, in der Bund und Länder in Deutschland keine kulturwirtschaftlichen Strategien verfolgen - ausgenommen Nordrhein-Westfalen. Die größte Kulturwirtschaft Europas ist ohne politische Vision, während sich die Politik Österreichs und Englands gezielt um die Stärkung der eigenen Kulturwirtschaft bemühen. Englands Minister für Kreativwirtschaft James Purnell hat dazu letztens eine Taskforce von sieben Experten berufen. 7 Musketiere für die Kulturwirtschaft Großbritanniens, doch in Deutschland diskutiert man nur über eine - sicherlich sinnvolle - Steuererleichterung für eine Sparte, die Filmwirtschaft. Doch ob Steuererleichterungen der Kulturwirtschaft generell helfen, ist sehr die Frage. Die Engpässe für mehr Wachstum im Umsatz und in der Beschäftigung sind laut den Experten der Tagung andere: Der Zugang zum Publikum, zu (Klein-) Krediten und nicht zu letzt zu Management- und Kommunikations-Know How.Für Deutschland ist damit die Kernfrage der 2. Jahrestagung der Kulturwirtschaft unverändert aktuell: Wie kann Politik die gesamte Kulturwirtschaft unterstützen? In Form von Kulturpolitik, Wirtschaftspolitik oder in Form einer - von Thomas Krüger vorgeschlagenen - »Neuen Integrierten Kulturpolitik«? Welche Wahl treffen die Bundesländer? Welche Wahl trifft der Bund? Und welche Instrumente der Politik wählt der Bund im europäischen Wettbewerb?
Die dritte Jahrestagung »Kulturwirtschaft« wird am 26. Oktober 2006 in Berlin stattfinden.
http://www.kulturmanagement.net/downloads/kulturwirtschaft-tagungsband.pdf
Bernd Fesel, Büro für Kulturpolitik und Kulturwirtschaft, Bonn
06.03.2006, Bernd Fesel
Weiterführende Links: www.kulturpolitik-kulturwirtschaft.de
Weiterführende Links: www.kulturpolitik-kulturwirtschaft.de

