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18. Mai 2008

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Call for Paper: Forschen im Kulturmanagement

Im Rahmen der Arbeitstagungen »Forschungsansätze und -methoden im Kulturmanagement« (Universität Hildesheim, 2008) und »Kulturmanagement: Bestandsaufnahme und Perspektive« (Rendsburg 2007) arbeiteten Vertreterinnen und Vertreter aus Kulturmanagement, Kulturarbeit, angewandter Kulturwissenschaft an einem neuen Selbstverständnis des Fachs.

Jahrbuch Kulturmanagement 2008

Hrsg.: Fachverband Kulturmanagement: www.fachverband-kulturmanagement.org

Editorial Board / Reviewer:
Prof. Dr. Sigrid Bekmeyer-Feuerhahn, Universität Lüneburg
Prof. Dr. Karen van den Berg, Zeppelin University Friedrichshafen
Prof. Dr. Steffen Höhne, Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar
Dr. Rolf Keller, Universität Basel
Prof. Dr. Angela Koch, Fachhochschule Heilbronn/Künzelsau
Dr. Birgit Mandel, Universität Hildesheim
Dr. Martin Tröndle, Hochschule für Gestaltung und Kunst Basel
Prof. Dr. Hermann Voesgen, Fachhochschule Potsdam
Prof. Dr. Tasos Zembylas, Universität für Musik und darstellende Kunst Wien


Dominierte bislang die Auffassung, Kulturmanagement sei als »Baukasten von Instrumenten und Techniken« zu denken (Kultur-Projektmanagement, Kultur-Sponsoring etc.), ist nun eine Trendwende im Fach erkennbar, die sich durch ein Bedürfnis nach einer facheigenen methodischen und theoretischen Entwicklung – und auch durch eine höhere Komplexität – kennzeichnet.

Diese Bestrebungen zielen nicht auf ein »theoretisches Einheitsprinzip«, sondern eher auf einen spezifischen Methodenpluralismus: analog zu anderen jüngeren Forschungs- und Fachbereichen wie etwa den Neurowissenschaften werden Methoden unterschiedlichster Disziplinen neu organisiert. Den praxisorientierten Bedürfnissen entsprechend stehen »reale« Probleme des Kulturmanagements im Zentrum der Forschung, die wissenschaftliches, künstlerisches und praktisches Wissen verbinden muss. Statt eines multidisziplinären Nebeneinanders wie im Baukastensystem wird eine interdisziplinäre oder eine disziplinunabhängige Betrachtungsweise bei der jeweiligen Problemformulierung und der Problemlösung angestrebt.

Kulturmanagement wird so nicht als eine sich abgrenzende Disziplin gedacht, sondern als ein Diskursfeld, das sich situativ auf wechselnde Anforderungen einstellt (»hybrid interface building«). Kulturmanagement ist wesentlich durch Spannungsfelder konstituiert, die Pole heißen beispielsweise Kunst und Management, Kultur und Politik, Theorie und Praxis, Kooperation und Hierarchie, Chaos und Organisation, Verwaltung und Gestaltung. Es geht nunmehr nicht darum, diese Spannungsfelder auflösen zu wollen, gefragt ist vielmehr ein konstruktiver – und eben fachspezifischer – Umgang mit denselben.

Im Band »Forschen im Kulturmanagement« sollen die relevanten Spannungsfelder erkundet und die methodischen Möglichkeiten, sich in diesen zu bewegen, reflektiert werden. Dabei ist auch zu fragen, welches Selbstverständnis und welche Prämissen und Logiken den (ökonomischen, rechtswissenschaftlichen, soziologischen usw.) Bezugsdisziplinen des neuen Fachs zugrunde liegen und welches Selbstverständnis das Kulturmanagement selbst als inter- oder transdisziplinäres Fach beanspruchen soll.

Der Call for Papers richtet sich an Vertreterinnen und Vertreter aus Kulturmanagement, Soziologie, Ökonomie, den Kultur- und Kunstwissenschaften u. a.

Die Wegleitung für die Manuskripte finden Sie auf der Website des Fachverbands.

Einsendeschluss ist der 1. Juli 2008

14.02.2008, D H
Quelle: Fachverband Kulturmanagement e.V.
Weiterführende Links: www.fachverband-kulturmanagement.org
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