Arbeit in Kunst, Kultur und Medien
Die Einkommens-, Versicherungs- und Arbeitsbedingungen in Kunst, Kultur und Medien gelten mittlerweile europaweit als 'Avantgarde' der Prekarisierung des gesamten Arbeitsmarktes: Zunehmende multiple Selbstausbeutung der KünstlerInnen, ihre fehlende oder mangelnde soziale Absicherung in Beschäftigungsformen der »Neuen Selbständigkeit«, unzureichende Förderinstrumente (Stichwort Künstlersozialversicherungsfonds), vielfältige, u.a. aufenthaltsrechtliche Schwierigkeiten im Bereich der Mobilität und andere Probleme bis hin zur Doppelbesteuerung kennzeichnen die Situation und bedürfen einer dringenden Verbesserung.
Die positiven Aspekte kreativer Tätigkeit wie eigenverantwortliches, kreatives Schaffen, Spielraum für neue Ideen und Zusammenarbeitsformen, die in anderen Arbeitssituationen in der Regel nicht vorhanden sind, werden zunehmend auch für Kunst-, Kultur- und Medienschaffende aufgehoben: Aus freier Zeiteinteilung wird zumeist ein Rund-um-die-Uhr-Tätigsein/-Schaffen, in dem Privatheit und Arbeit nur schwer zu trennen sind und der Anteil des (Self)-Management die künstlerische Arbeit mehr und mehr dominiert.
Das Symposium »State of the Art - ARBEIT in Kunst, Kultur und Medien« soll zum einen Input und Grundlagen für einen österreichweiten spartenübergreifenden Diskurs schaffen, zum anderen die Entwicklung konkreter Maßnahmen zur Verbesserung der Arbeits- und Lebensverhältnisse von Kunst-, Kultur- und Medienschaffenden initiieren.
Mit: Eva Blimlinger, Zuzana Brejcha, Petja Dimitrova, Rainer Hackauf, Marty Huber, Monika Klengel, Sabine Kock, Patricia Köstring, Daniela Koweindl, Elisabeth Mayerhofer, Monika Mokre, Susanne Pernicka, Sabine Prokop, Karl Reitter, Johanna Schaffer, Jeroen Siebens, Eva Simmler, Nika Sommeregger und Mag Wompel.

