Von Arts Administration zum Management kultureller Kontexte
Mit Schlagwörtern wie denjenigen der digitalen Revolution oder der Überalterung der Gesellschaft bei gleichzeitig steigendem Migrationshintergrund verbinden sich nun aber Entwicklungen, bei denen ein noch so aufgeschlossenes Kulturmanagement an seine Grenzen stösst. Als technologische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Veränderungen rühren sie an die zentralen Produktions- und Rezeptionsbedingungen von Kunst und Kultur. Diese Entwicklungen tangieren damit die Voraussetzungen und Rahmenbedingungen, unter den ein noch so flexibles Kulturmanagement agiert. Damit verändern sich notwendigerweise auch das Selbstverständnis und die Aufgaben eines zeitgemässen Kulturmanagements.
Was macht diese Entwicklungen im Einzelnen aus, und welche Auswirkungen hat dieser Strukturwandel auf die Kultur und deren Management? Kann ein flexibles Kulturmanagement damit (noch) Schritt halten, oder folgt auf die kommenden Umbrüche auch ein grundlegend neu gefasstes Kulturmanagement?
Die Fachtagung am 18. April 2008 in Zürich ist eine gemeinsame Veranstaltung des Schweizerischen Berufverbandes der Kulturmanager chcm und der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW). Co- Veranstalterin ist die Hochschule der Künste (Zhdk). Die Tagung versteht sich als Beitrag zur Weiterentwicklung eines modernen Kulturmanagements. In Einzelreferaten versuchen ausgewählte Expertinnen und Experten die zentralen Wirkungskräfte dieser Entwicklungen analytisch zu fassen und zu erklären. Sie werden diese fortdenken und Vorstellungen entwerfen, die neue Handlungsfelder erschliessen, die wiederum neue Kompetenzen eines zukünftigen Kulturmanagements einfordern. Die Veranstaltung wirft unter neuer Perspektive die Frage auf, welche Rollen und Funktionen Kunst und Kultur in einer globalisierten und durchökonomisierten Gesellschaft postindustriellen Zuschnitts einnehmen.
Quelle: Zentrum für Kulturmanagement (ZHAW) Winterthur
Weiterführende Links: http://www.arts-management.ch

