Hessische Unternehmen zeigen erneut ihre Kunstsammlungen
Kunst und Wirtschaft sind keine Gegensätze. Etliche hessische Firmen und wirtschaftsnahe Institutionen verstehen sich mit Recht als Unterstützer des lokalen und regionalen Kunstschaffens. Als Sponsoren übernehmen sie im Sinne des Good Corporate Citizenship Verantwortung für den Bestand und die Entwicklung von Kultur.
Darüber hinaus gibt es weitere Formen der Zusammenarbeit: Unternehmen bauen Kunstsammlungen auf, führen eigene Kulturveranstaltungen durch, vergeben Aufträge an Künstler und binden diese in unternehmerische Prozesse ein.
Die hessische Landespolitik verfolgt das Ziel, der Bürgerschaft den Zugang zu Kulturgütern zu ermöglichen und die Unternehmensverantwortung im Kulturbereich zu stärken. Dabei sind Unternehmen aller Branchen und Größenordnung angesprochen.
Ihnen bietet das Land Hessen mit »Kunst privat!« und der zugehörigen Öffentlichkeitsarbeit gern eine Plattform, die Kunstsammlungen interessierten Bürgerinnen und Bürgern zu präsentieren und näher zu bringen.
Die vergangenen Jahre zeigten, dass es von großem Reiz ist, in sonst meist nicht zugänglichen Firmengebäuden oder Gebäudebereichen Kunstwerke anschauen zu dürfen und in einer Führung etwas über die Motive und Strategien des Sammelns zu erfahren. Neben den sehr umfangreichen Beständen der Großunternehmen gibt es eine Vielzahl von kleineren Sammlungen mit ebenfalls beachtenswerten Kunstwerken, deren Besuch sich lohnt.
Nur qualitativ hochwertige Kunstsammlungen werden beteiligt, unabhängig davon, ob der Schwerpunkt im Bereich zeitgenössischer Kunst oder Nachwuchsförderung liegt, ob museale Werke bevorzugt werden, ob die in den Sammlungen vertretenen Künstlerinnen und Künstler arriviert oder weniger bekannt, ob sie internationaler oder regionaler Herkunft sind.
Führungen sind integraler Bestandteil des Konzepts, da sie den Unternehmen eine ideale Gelegenheit geben, die Besucher direkt anzusprechen. In einigen Unternehmen führen sogar die Inhaber selbst durch ihre Kunstsammlung oder qualifizierte Mitarbeiter. Andere Firmen ziehen externe Experten, z.B. Kunsthistoriker, hierfür hinzu.
In dieser Form hat es derartige landesweite Tag der offenen Tür in den Kunstsammlungen deutscher Unternehmen noch nicht gegeben. Hessen ist hierbei Vorreiter und hat in Luxemburg mit dem Projekt »Private Art Kirchberg« einen ersten Nachahmer gefunden.
Die Finanzierung der Aktion erfolgt durch die beiden Landesressorts für Wirtschaft und Kunst sowie die beteiligten Firmen.
Quelle: Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung
Weiterführende Links: www.kunstprivat.info


