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Kulturmanagement Network

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21. November 2008

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Konferenzbericht

Kulturmanagement 2.0

Das Zentrum für Kulturmanagement der ZHAW Winterthur und der Schweizer Berufsverband der KulturmanagerInnen chcm luden am 18. April 2008 zusammen mit der Zürcher Hochschule der Künste interessierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu Vorträgen, Austausch und Workshops nach Zürich ein.

Und der Veranstaltungsort war gut besucht. Die Auswahl der Referenten aus der Schweiz und Deutschland war gelungen und bot unterschiedliche Perspektiven auf die heutigen Herausforderungen im Kulturmanagement. 18. April 2008 zusammen mit der Zürcher Hochschule der Künste interessierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu Vorträgen, Austausch und Workshops nach Zürich ein. Und der Veranstaltungsort war gut besucht. Die Auswahl der Referenten aus der Schweiz und Deutschland war gelungen und bot unterschiedliche Perspektiven auf die heutigen Herausforderungen im Kulturmanagement.

Während vielerorts noch sinniert und diskutiert wird, was denn Kulturmanagement überhaupt sei, was es kann oder was man unter diesen Begriff subsumieren kann, ruft die Schweiz schon das Kulturmanagement 2.0 aus. Der Untertitel des Kongresses will die Teilnehmer darauf hinweisen, dass es in der Zukunft des Kulturmanagements um das Management kultureller Kontexte geht. Aber ging es darum nicht schon immer? Steckt dies nicht schon immer in einem Kulturmanagement-Begriff, der auch einen ganzheitlichen Ansatz hat und wo Nachhaltigkeit ein wichtiger Begriff ist?

Dr. Katja Gentinetta, Absolventin des ICCM in Salzburg und heutige stellvertretende Direktorin der Avenir Suisse aus Zürich, machte vor ihrem Erfahrungshintergrund deutlich, welche Herausforderungen durch den stattfindenden Strukturwandel und Generationenwechsel auf den Kulturbetrieb zukommen. Keine Berührungsängste hatte sie in Bezug auf die ökonomische Betrachtung des Kultursektors bzw. auf die Wechselwirkungen von Kunst/ Kultur und Wirtschaft. Dass Kulturmanagement also nicht nur den öffentlich geförderten Kulturbetrieb beinhaltet, sondern auch die Kulturwirtschaft, Kulturökonomie, war für sie eine Selbstverständlichkeit. Ein Umstand, der in Deutschland noch nicht überall akzeptiert und anerkannt wird. Und überhaupt bemerkt man, dass es in der Schweiz scheinbar normal ist, Kunst und Kultur auch im Kontext von Märkten zu betrachten. Probleme sieht sie zum Beispiel darin, dass durch die Arbeit professioneller Kulturmanager die Künstler und Kunstproduzenten sich zwar mehr ihrer eigentlichen Bestimmung widmen können, dies aber die Gefahr in sich birgt, dass die künstlerische Produktion sich zu weit vom Publikum entfernt oder dessen Bedürfnisse und Erwartungen komplett missachtet. Die größten Herausforderungen benennt sie mit den Themenfeldern Demografische Entwicklung/ Alterung des Publikums und deren Auswirkungen auf die Kunstproduktion, die steigende Bedeutung von Bildung und Gesundheit und damit einhergehende steigende Kosten für die Sicherung dieser Bedürfnisse sowie Migration und dessen Auswirkungen auf die Publikumsstrukturen und damit einhergehenden Anforderungen durch die besonderen Bedürfnisse und kulturellen Hintergründe von Menschen mit Migrationshintergrund. Die Konsequenzen, die sich aus diesen Anforderungen ergeben, sind demnach: die Ausrichtung auf ein neues Publikum, dh. ältere Menschen und internationale Besucher, das konsequente Nutzen der Marktchancen bzw. Erschließen neuer Märkte und das Herausarbeiten eines Alleinstellungsmerkmals (USP), das es erlaubt, sich erfolgreich von der Konkurrenz abzuheben.

Bekannt für seine außergewöhnlichen Wortschöpfungen und kurzweiligen Vorträge ist Prof. Dr. Klaus Siebenhaar, Direktor des Instituts für Kultur- und Medienmanagement an der Freien Universität Berlin, und seine Ausführungen enttäuschten nicht. So leitete Siebenhaar unter Hinzuziehen der ökonomischen Lehren von Werner Sombart gekonnt und pointiert drei Aktionsfelder bzw. Zukunftsstrategien für ein »wertebasiertes und unternehmerisches Kulturmanagement« her. So rückt der »public value« und die damit verbundenen Legitimationsstrategien in den Vordergrund der Betrachtung von Kultureinrichtungen. Zweitens steckt im Audience Development und der Entwicklung neuer Strategien zur Publikumsfindung und -bindung eine Hauptaufgabe für das Kulturmanagement der Zukunft als Akzeptanzstrategie. Drittens dann wird es als Ressourcenstrategie in Zukunft immer wichtiger, unternehmerisches Denken und Handeln auf allen Ebenen des strategischen und operativen Kulturmanagements zu fördern und implementieren. Alle 3 Bereiche stehen für Siebenhaar in unmittelbarem Zusammenhang und bilden die für die Zukunft entscheidenden kulturellen Kontexte des erfolgreichen Kulturmanagements. 


Dr. Beat von Wartburg, Leiter der Abteilung Kultur der Christoph Merian Stiftung und Präsident der SwissFoundations gab in seinem Vortrag einen Überblick über die Schweizerische Stiftungslandschaft und neue Stiftungsformen. Er machte deutlich, welche Vorteile die Rechtsform der Stiftung für Trägerschaften kultureller Institutionen hat und welche Bedeutung Stiftungen als Förderer und Gestalter der Schweizer Kulturlandschaft haben. Zudem informierte er die Zuhörer, worauf man im Umgang mit und der Ansprache von Stiftungen achten muss und welche Strategien in der Zusammenarbeit mit Stiftungen Erfolg versprechend sind.

Zwei Referate sollen an dieser Stelle besonders hervorgehoben werden, da sie durch ihre Analysen und Reflektionen und damit verbundenen wegweisenden Zukunftsvisionen besonders hervorstachen. Zudem ist zu hoffen, dass sich an diesen Ausführungen auch die Gemüter über den künftigen Kulturbetrieb und die Rolle der Kulturpolitik, aber auch des Kulturmanagements erhitzen. Wünschenswert wäre ein solcher Dialog allemal und sollte in weiteren Tagungen in großen wie kleinen Diskussionskreisen weitergeführt werden.

Zum einen ist da der Vortrag von Prof. Peter Vermeulen über den »Exzellenten Kulturbetrieb« zu nennen. Ja, einige Leser werden hier verwirrt denken: »War dies nicht der Titel des letzten Buches von Prof. Dr. Armin Klein? Und was hat Peter Vermeulen damit zu tun?« Nun, wie Peter Vermeulen zu Beginn seiner Ausführungen erklärte, war er für den verhinderten Referenten Armin Klein eingesprungen und von diesem empfohlen worden. Hatte man doch seinerzeit gemeinsam anregende Gespräche zum Thema des Exzellenten Kulturbetriebs geführt. Dass Vermeulen aber mehr als nur ein Ersatz ist, durfte man angesichts seiner jahrelangen Erfahrungen als einer der bekanntesten Kulturberater im deutschsprachigen Raum und seines jetzigen Arbeitsfeldes als Beigeordneter für Schule, Jugend und Kultur in Mühlheim an der Ruhr erwarten. Und er enttäuschte die zahlreichen Teilnehmer nicht.

Ausgehend vom Klein'schen Exzellenzbegriff unterschied er 3 Ebenen für den künftig exzellenten Kulturbetrieb: eine exzellente Kulturpolitik, eine exzellente Kulturverwaltung und die exzellente Kulturarbeit in den Kulturinstituten. Rahmenbedingungen für die zu erreichende Exzellenz in der Kulturpolitik sind der dramatische strukturelle, aber auch der inhaltliche Wandel. Stichworte sind hier vor allem der demographische und soziokulturelle Wandel, explodierende Sozialausgaben, absinkende öffentliche Zuwendungen oder auch die Entwicklung der Kultur als Wirtschaftsbranche. Zudem wächst der Druck auf die Kulturpolitik durch zunehmende Leistungserwartungen der Öffentlichkeit, sinkende Einnahmen bei steigenden Kosten oder einen Prioritätenkonflikt in Zusammenhang mit den kommunalen Pflichtaufgaben, aber auch durch die fehlende Flexibilität der Kulturverwaltung, vor allem wenn es um den eigenen Entscheidungsanspruch oder tradierte Vorstellungen zum Kulturangebot geht sowie um die Veränderungen im Zuge der Verwaltungsmodernisierungen. Vermeulen sieht hier vor allem die Gefahr, dass der alte Richtungsstreit in der Kulturpolitikdebatte wieder auflebt, in dem es darum ging, welche gesellschaftliche Funktion Kunst und Kultur übernehmen und welche Aufgaben der Kulturpolitik in diesem Zusammenhang zufallen: die Sicherung der Freiheit der Kunst und der Kunstinstitutionen oder der Betrachtung der Wirkung von Kunst und Kultur auf die gesellschaftliche Entwicklung. Hier fordert Peter Vermeulen einen klaren Paradigmenwechsel in der Kulturpolitik, weg von der Spartengliederung hin zur Funktionsgliederung und damit besseren Steuerung von Kultur. So wird es vor allem Aufgabe einer künftigen Kulturpolitik sein, Wirkungsziele in den einzelnen Funktionsbereichen wie z.B. Bildungsfunktion, Wirtschaftsfunktion oder Integrationsfunktion zu formulieren.

Eine Exzellente Kulturverwaltung steht vor ganz eigenen Herausforderungen. So wird die Einbindung vieler Partner aus den unterschiedlichen Gesellschaftsbereichen und der Aufbau entsprechender Netzwerke immer wichtiger. Zudem muss, so Vermeulen, die organisatorisch-finanzielle Eigenständigkeit und damit einhergehend die eigene Effizienz erhöht werden. Eine weitere Anforderung wird die Entwicklung (kultur-)touristischer Produkte sein. Die Einbindung privater Kräfte und Bündelung bürgerschaftlichen Engagements sowie die Weiterentwicklung der Kultur als Wirtschaftsfaktor sollen die Vermarktungsmöglichkeiten des kultur-touristischen Gesamtbildes der Kommunen verbessern und den Wirkungsgrad und Erfolg erhöhen. Zwei Säulen sieht Vermeulen als tragende Standpfeiler der Kulturverwaltung, deren Neudefinition im Zuge dieser Entwicklungen besonders wichtig ist: die Kulturförderung einerseits und das Kulturmanagement im Hinblick auf die Verselbständigung von Kulturinstituten und deren Steuerung über Zielvereinbarungen andererseits. Dass die Kulturförderung und damit die Neuformulierung der Förderschwerpunkte, der Aufbau neuer Förderinstrumente und die Wirkungsanalyse der Förderung eine besondere und tiefgehende Betrachtung und Diskussion verlangt, wurde durch den Vortrag von Pius Knüsel von der Pro Helvetia mehr als bestätigt.

Die Exzellente Kulturorganisation sieht Vermeulen als ein unternehmerisch handelndes Kompetenzzentrum, das - ausgehend von seiner kulturellen Sparte - neue Erlebniszusammenhänge schafft und diese in einem breiten gesellschaftlichen Kontext verankert. Für die Betriebsführung dieser Einrichtungen werden vor allem ökonomische Prinzipien die entscheidenden sein. So wird sich auch ein Wandel vom derzeitigen Maximumsprinzip, d.h. der Erreichung maximaler Ergebnisse mit den vorhandenen Ressourcen, zum Minimumsprinzip vollziehen, d.h. die Erreichung vorgegebener Ergebnisse mit minimalem Ressourcenverbrauch, der auch unternehmerischen Handlungsspielraum eröffnet. Kulturarbeit mus, so Vermeulen, in Zukunft Anforderungen nach einer sozialräumlichen und soziokulturellen, vor allem »aktivierenden Kulturarbeit« genügen. Peter Vermeulen eröffnete somit einen anregenden Ausblick und zeichnete ein komplexes und spannendes Bild eines künftigen Exzellenten Kulturbetriebs.

Ein zweiter wegweisender Vortrag war vom bekannten Quer- und Zukunftsdenker Pius Knüsel, Direktor der Schweizerischen Kulturstiftung Pro Helvetia, zu erleben. Und wie immer enttäuschte er mit seinen spannenden Ausführungen nicht, die für viel Diskussionsstoff sorgen dürften. Als deutscher Gast wünschte man sich diese Art Kulturpolitiker mehr in Deutschland, mit offenem Problembewusstsein und weitsichtigem Zukunftsdenken. Der Vortragstext von Pius Knüsel wird im übrigen auf dem Portal von Kulturmanagement Network in den nächsten Tagen komplett veröffentlicht.

Ausgehend von seinem im März gehaltenen Vortrag zum »Verschwinden der Kultur«, in dem er auf die Probleme des kulturellen Überangebots, den Rückgang der gesellschaftlichen Bindungskraft der Kunst, die globale Homogenisierung des Kunstschaffens, die Fokussierung auf viel Kunst statt auf kulturelle Vielfalt, den Ersatz von Kulturpolitik durch Finanz- und Standortpolitik sowie auf die Schattenseiten des aktuellen Fördersystems einging, eröffnete er einen Einblick in seine Gedankenwelt, was zukünftige Herausforderungen in der Kulturpolitik (vor allem für die Schweiz) betrifft.Und so formulierte er künftige Aufgaben und fünf strukturelle Paradigmen für eine Kulturpolitik von morgen.

In der Tendenz von Kulturpolitik, eher zu bewahren und Vergangenheit lebendig zu halten, sieht Knüsel die Gefahr, dass eine erste wichtige Aufgabe von Kulturpolitik immer weniger Beachtung findet: in der Unterstützung von Kulturschaffenden den Anspruch hoch zu halten, die gesellschaftlichen Errungenschaften zur Darstellung zu bringen und beispielhaft und prototypisch uns umgebende Fragen, Werte, Konflikte zu thematisieren und damit die Suche nach Potentialen zu unterstützen. Zudem »sollte Kulturpolitik immer adaptiv« sein. Damit ist gemeint, die Kultur als Spiegel der Entwicklungen einer Gesellschaft fördern, die »sich immer mit den außerkulturellen Neuheiten befasst, um sie mit kulturellen Mitteln zu erschliessen«. In diesem Sinne kommt Kulturpolitik auch die Aufgabe zu, die Versöhnungsfunktion von Kultur mit der Zukunft zu stärken.

Für Pius Knüsel gestaltet somit eine Kulturpolitik »Vergangenheit und Zukunft gleichermaßen«. Kulturpolitik fällt aber in Zukunft auch eine »transzendente – oder soziale – Aufgabe« zu. So muss diese auch auf Motivatoren der Menschen in einer Gesellschaft verstärkt eingehen. Schlüsselbegriffe sind hier Identifikation, Emotion, Bildung und Phantasie.

Im weiteren Verlauf seiner Ausführungen stellte Knüsel fünf strukturelle Paradigmen vor, an denen sich künftige Kulturpolitik orientieren muss und die zum Teil fundamentale Veränderungen im Aufbau der öffentlich geförderten Kulturlandschaft darstellen und auch einen neuen Weg der Kulturförderung beinhalten, der für heftige Diskussionen sorgen dürfte:

1. Die »kulturellen Komplexe«, die ein »umfassendes Wertschöpfungssystem darstellen, das nach Sparten, sozialen Gruppen oder Medien organisiert sein kann«. Hier taucht auch der Begriff der Funktionsorientierung auf, den wir schon bei Peter Vermeulen vorgestellt bekamen. Diese »kulturellen Komplexe« übernehmen verschiedene kulturelle Aufgaben, sind kontingentiert und damit in der Zahl eher beschränkt. Die entsprechenden Aufträge werden nach gewissen Zeiträumen immer wieder neu ausgeschrieben. Die Ergebnisse dieser kulturellen Komplexe werden den Anforderungen der Kulturpolitik entsprechend evaluiert, d.h. es erfolgt u.a. eine die »Analyse von Kohärenz und Dynamik des Systems, Beteiligungsgrad der Öffentlichkeit und Nachhaltigkeit des Outputs«.

2. Delegation und Verantwortung
Kulturpolitik gestaltet in Zukunft keine Inhalte mehr und zieht sich auch von der Förderung einzelner Künstler und Projekte zurück. Vielmehr widmet sie sich stattdessen der Förderung »kultureller Komplexe«, die wiederum Künstler und Projekte integrieren und ihren Visionen und Vorstellungen entsprechend fördern. Dieser Übertrag von Verantwortung bietet für beide Seiten Vorteile und Freiheiten, weil es alte Beziehungsnetze zerschneidet und Abhängigkeiten abbaut.

3. Übergreifende Strukturen
Hier stellt sich Knüsel Strukturen vor, die »sich über verschiedene Institutionen hinweg erstrecken, welche gemeinsam bestimmte landesweite Aufträge wahrnehmen«. Einhergehend damit wären aber die »Delegation von Kompetenzen von unten nach oben, das Vertrauen in die zentrale Steuerung im Interesse der kulturellen Dynamik«, was eine Neuordnung des Kulturförderungsgesetzes in der Bundesverfassung der Schweiz nach sich ziehen müsste und damit den »lokalen und kantonalen Besitz« von Kultur aufheben würde.

4. Langfristigkeit
Bei der Förderung von Künstlerinnen und Künstlern, die auch international konkurrenzfähig sein sollen, müssen mittel- und langfristige Entwicklungsprojekte aufgebaut werden und ein mehrjähriger finanzieller Spielraum für deren Aufbau geschaffen werden. Entwicklungsperspektiven und Leistungsschritte sowie Erfolgskriterien und Laufzeiten würden von Künstlern, Ensembles und Förderern gemeinsam erarbeitet.

5. Ausfinanzierung und komplementäre Welten
Hier fordert Knüsel für die ertstgenannten »Kulturellen Komplexe« eine vollständige Ausfinanzierung bei gleichzeitigem Verzicht bzw. Verbot der Akquise privater Mittel. Private Gelder, z.B. von Sponsoren sollten danach vielmehr nicht-staatlichen Initiativen vorbehalten bleiben und Stiftungsgelder der Förderung von Künstlerinnen und Künstlern zur Verfügung stehen.

Mit diesen fünf Instrumenten will Knüsel die Kulturpolitik fit machen für die künftigen Herausforderungen von Demografie und Technologie. Sie bedeuten extrem mutige Schritte, eine fast vollkommene Neustrukturierung des Kulturbetriebs, aber auch mehr Verantwortung und Gestaltungsfreiraum für Kulturschaffende und optimalere Bedingungen für alle Beteiligten des Kulturbetriebs. Was sich davon umsetzen lassen wird,bleibt abzuwarten. Es wird auf jeden Fall spannend sein, den Kulturbetrieb der Schweiz in den nächsten Jahren unter diesen Vorzeichen zu betrachten.

Schlusspunkt dieser gelungenen Tagung bildeten spartenbezogene Workshops, die den Teilnehmern die Möglichkeit zum vertieften Gespräch und Austausch boten. Inwieweit die Tagung dem Anspruch und Titel eines »Kulturmanagement 2.0« gerecht wurde, wird die Zukunft zeigen. Die Ansätze und Gedanken waren jedenfalls hochspannend und sollten in weiteren Veranstaltungen vertieft diskutiert werden.

Die Beiträge und Vortragsunterlagen der ReferentInnen findet man unter www.som.zhaw.ch/de/management/zkm/tagungen-events/referate.html

12.06.2008, V S
Weiterführende Links: http://www.arts-management.ch
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