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Neue berufsbegleitende Weiterbildung im Kulturtourismus

Die Kultur- und Tourismuslandschaft ist in Bewegung. Kultureinrichtungen entwickeln sich zunehmend zu kundenorientierten Dienstleistungsunternehmen und richten ihren Blick verstärkt auf überregionale und internationale Gäste.

 Um dieses Publikum langfristig erfolgreich erreichen zu können, sind auf den „Kunden“ zugeschnittene kommunikative Konzepte und Maßnahmen erforderlich, also ein spezielles, auf diese Zielgruppe ausgerichtetes Marketing unter Einbeziehung der erfahrenen Tourismuswirtschaft.

Der Kulturtourismus gilt bereits heute als boomende Branche. Doch wie finden traditionelle Non-Profit- und Profit-Bereiche wie Kultur und Reisemarkt zueinander? Wie werden kulturtouristische Angebote entwickelt und vermarktet? Wer sind die Besucherinnen und Besucher, wie können Sie erreicht werden? Können auch kleinere Institutionen mit wenig Personal und Budget überregional und international erfolgreich sein? Wie lassen sich Bewahrung und Vermarktung von Kultur in Einklang bringen?

Diesen und weiteren Fragen widmet sich die berufsbegleitende Weiterbildung „Kulturtourismus“, die in einem Kompetenzverbund von Hochschule, Kultur und Tourismuswirtschaft in idealer Verbindung von Theorie und Praxis bedarfsgerecht entwickelt wurde. Sie qualifiziert die Teilnehmerinnen und Teilnehmer für die komplexen Anforderungen im Kulturtourismus. Die Teilnehmenden lernen, den kulturtouristischen Markt zu analysieren und erwerben fundierte Fach- und Methodenkenntnisse, um für diesen Produkte zu entwickeln und gezielt zu vermarkten. Ihnen werden Strategien vermittelt, effektive Kooperationen – insbesondere mit der Tourismuswirtschaft – zu initiieren und zu gestalten.

Das interdisziplinär angelegte Programm startet Im September 2008 und richtet sich an Fach- und Leitungskräfte in Kultureinrichtungen – von klassischen Kulturträgern bis zu Eventanbietern –, zu deren Aufgaben der professionelle Auf- und Ausbau kulturtouristischer Angebote gehören. Angesprochen werden außerdem Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kommunaler und regionaler Einrichtungen an der Schnittstelle zwischen Kultur und Wirtschaft.

Das Team der Dozentinnen und Dozenten garantiert eine wissenschaftlich fundierte und anwendungsbezogene Vermittlung aktueller kulturtouristischer Inhalte. Es setzt sich zusammen aus Lehrenden des Studiengangs Kulturarbeit der FH Potsdam und ausgewiesenen Praxisexpertinnen und -experten aus Kultur und Tourismus, die größtenteils dem Kooperationsverbund angehören und ihre Fachkompetenzen bereits in die Entwicklung des Weiterbildungskonzepts eingebracht haben. Mit dem »Lernen vor Ort« – der Verlegung einiger Veranstaltungen in die Häuser der beteiligten Kultureinrichtungen – wählt diese Weiterbildung auch einen neuen Weg in der praxisnahen Vermittlung.

Die sieben Module umfassende Weiterbildung kann mit einem Hochschulzertifikat abgeschlossen werden; die Belegung von ausgewählten Einzelmodulen ist ebenfalls möglich.

Der Kooperationsverbund besteht u.a. aus dem Studiengang Kulturarbeit an der FH Potsdam, dem Jüdischen Museum Berlin, der Staatsoper Unter den Linden sowie den beiden Kulturerbe-Stiftungen Brandenburgische Gedenkstätten und Preußische Schlösser und Gärten.

Die erste Informationsveranstaltung findet am 16.07.08 um 18.00 Uhr statt, die zweite am 02.09. 08. Eine Anmeldung ist erforderlich.

02.07.2008, Dirk Heinze
Quelle: FH Potsdam
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