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4. Februar 2012

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CFP: Kulturbranding als Konzept. Zwischen inflationärem Gebrauch und neuer Theoriebildung

(c) Fotolia

Aspekte der Markenbildung und des Markenmanagements haben sich, ausgehend von den Diskussionen innerhalb der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, längst auch als relevant für die Bereiche Kultur und Kunst erwiesen – eine bereits bei Kai-Uwe Hellmann und Rüdiger Pichler (2005) konstatierte Ausweitung der Markenzone ist längst Realität. Hiervor zeugen vor allem die beiden Weimarer Tagungsbände von Steffen Höhne und Ralph Philipp Ziegler (2006, 2009) sowie mit Fokussierung auf das Museum der Band von Hartmut John und Bernd Günter (2008). Die genannten Arbeiten dienten nicht zuletzt der Positionsbestimmung des Konzeptes „Kulturbranding“, welches häufig so unspezifisch wie inflationär auf unterschiedliche Phänomene des Marketings insgesamt angewendet wird.

Aus diesem metasprachlichen und -fachlichen Desiderat heraus möchte die dritte Tagung zum Thema „Kulturbranding“ sich stärker Fragen der Theoriebildung zuwenden und dabei auch die aporetischen Dimensionen von Markenbildung im Hinblick auf Kunst und Kultur akzentuieren. Neben die syntagmatische Ebene der Analyse soll aber auch ein paradigmatischer Blick auf die skizzierten Ausweitungsphänomene treten: welche Perspektiven bieten z.B. Sport- und Medienbranding, was bedeuten die zunehmenden Image-Kampagnen von Städten, Regionen und sogar Nationen für die Konzeptualisierung einer Theorie des „Kulturbranding“?

Veranstalter:
Forum Kultur und Sport der Stadt Offenbach am Main, Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar/Kulturmanagement, FSU Jena/IWK, Kulturpolitische Gesellschaft/Landesgruppe Thüringen
Ort: Offenbach/Main Zeitraum: 08.-10.10.2009
 
Sektionen:
In den Sektionen sollten vor allem die unterschiedlichen Theoriekonzepte und Verständnisse von Markenpolitik und -management mit Blick auf den Kunst- und Kulturbereich vorgestellt und diskutiert werden, womit vor allem eine kritische Reflexion der bisherigen Forschung intendiert ist. Welche Stärken und Schwächen weisen die einzelnen Konzepte auf, welche Relevanz besitzen sie für die Praxis?

A. Kognitionswissenschaftliche und systemtheoretische Zugänge der Markenbildung
B. Kultur- und Kunstwissenschaftliche Zugänge der Markenbildung
C. Paradigmen der Markenbildung in Sport, Medien, Kultur
D. Perspektiven der Markenbildung: Vom Stadt- zum Regional- und Nationenbranding
 
Vorschläge für Beiträge (max. 30 Minuten) erbitten die Veranstalter bis zum 30.6.09 an: ralph.ziegler@kulturconsulting.net
 

18.06.2009, Anja Schwarzer
Quelle: Forum Kultur und Sport Offenbach
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