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900.000 Freelancer der Kultur- und Kreativwirtschaft – Wo seid ihr?

Die Kultur- und Kreativwirtschaft erfährt in Deutschland derzeit eine hohe öffentliche Aufmerksamkeit. Sie ist dabei längst nicht mehr nur ein Imagefaktor sondern wird als eigenständiges Wirtschaftsfeld begriffen.

Dabei verwundert, dass kaum jemand weiß, dass die Kultur- und Kreatiwvirtschaft nicht nur unser drittgrößter volkswirtschaftlicher Sektor ist, sondern dass sie zum größten Teil von Freiberuflern und selbstständigen Klein- und Kleinstunternehmern geprägt wird. Diese kleinsten Einheiten bilden das Fundament der Kultur- und Kreativwirtschaft und sind doch untereinander wenig vernetzt, begreifen sich oft nicht als zusammengehörig.

Beim FreelanceCamp am 17./18. Oktober 2009 in Leipzig, Bremen und Nürnberg soll es genau darum gehen: um den konkreten Austausch, das Kennenlernen anderer Freelancer aus allen elf Teilbranchen der Kultur- und Kreatiwvirtschaft und in anderen Städten, um den Blick über den eigenen Tellerrand hinaus, um Netzwerkauf- und ausbau, neue Organisationsformen und digitale Vernetzungsstrukturen durch neue Technologien und vor allem um die Möglichkeit, sich gemeinsam zu artikulieren und die Bedürfnisse und Rahmenbedingungen einer Branche zu formulieren, unter denen sie erfolgreich werden und bleiben kann.

Das FreelanceCamp findet in Form eines Barcamps parallel in Bremen, Leipzig und Nürnberg statt.Damit ist es das erste BarCamp,das via Internet den gleichzeitigen Austausch der Akteure und Szene an verschiedenen Orten ermöglicht.

Das Zusammentreffen der kreativen Szenen dieser Städte beginnt aber bereits im September (21.-26.09.2009) im Workshop LiebHBeN. Kernidee ist die gemeinsame Reise von aktiven Freelancern aller Teilbranchen der Kultur- und Kreativwirtschaft von Stadt zu Stadt. Vor Ort werden an jeweils zwei Tagen über lokale und übergreifenden Rahmen- und Arbeitsbedingungen diskutiert (bspw. Weiterqualifizierung, soziale Absicherung, Marktzugang), aber auch besonders gelungene Problemlösungen und Ideen aus den jeweiligen Städten vorgestellt (bspw. Zugang zu geeigneten Arbeitsräumen, Unterstützung durch lokale Wirtschaftsförderung und Netzwerke). Die Workshopergebnisse sind Diskussionsgrundlage für das FreelanceCamp, werden darüber weiter getragen und einer größeren Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Für den Workshop können sich noch bis Ende Juli Freelancer, Selbstständige und aktive Vertreter der Kultur- und Kreativwirtschaft aus den Städten Bremen, Leipzig und Nürnberg bewerben, die am aktiven Austausch über Arbeitsbedingungen für Freelancer interessiert sind und die die Formulierung gemeinsamer Interessen gegenüber öffentlichen Stellen vorantreiben wollen.
 

LiebHBeN richtet sich ausdrücklich an die heterogene Gruppe von Freelancern zwischen etablierten Größen und hungrigen Newcomern der unterschiedlichen Alters- und Berufsgruppen.

Nähere Informationen zum FreelanceCamp und zur Bewerbung für den Workshop LiebHBeN gibt es unter http://freelancecamp.mixxt.de

 

13.07.2009, Anja Schwarzer
Quelle: FreelanceCamp/IDEENLOTSEN
Weiterführende Links: http://freelancecamp.mixxt.de
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