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26. März 2017

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Orchestermanagement


Autor: Gerald Mertens
144 Seiten
Veröffentlichung: April 2010
Verlag: VS Verlag
Einband: Broschur
ISBN: 3531165844
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Verlagstext

Kurzbeschreibung
Professionelle Orchester sehen sich weltweit zahlreichen neuen Herausforderungen ausgesetzt: Nachhaltigkeit der Finanzierung, Publikumsentwicklung, innovative Programmplanung, Organisations- und Personalentwicklung sind nur einige Schlagworte. Ein ganzheitliches Orchestermanagement ist wichtiger denn je, um die Zukunft der Institution Orchester zu sichern. Das Buch liefert einen praxisorientierten Querschnitt über die wichtigsten Herausforderungen und Standards eines spannenden Managementbereiches.

Rezension:

Eine Rezension von Gudrun Euler, Frankfurt/Hamburg

Das im vergangenen Jahr erschienene Buch ist eine kompakte Darstellung der Situation im Orchestermanagement nach dem Inkrafttreten der nach mehrjährigen Verhandlungen im Oktober 2009 verabschiedeten neuen Fassung des Tarifvertrages für Kulturorchester (TVK). Und wer wäre prädestinierter ein solches Buch zu verfassen, als ein Partner der Tarifvertragsparteien?

So hat Gerald Mertens, Geschäftsführer der Deutschen Orchestervereinigung und somit Vertreter der Arbeitgeberseite in den Verhandlungen mit dem Deutschen Bühnenverein (DBV), ein lesenswertes Buch für alle mit Orchestermanagement befassten oder an diesem Thema Interessierten verfasst, das den dafür relevanten Themenkreis in vielen Facetten bearbeitet. Auch wenn sich der Leser an einigen Stellen eine Vertiefung wünscht, so gibt das Buch doch einen umfassenden Überblick über den Orchesteralltag. Unter anderem findet man eine fachkundige Betrachtung der Orchesterlandschaft in Deutschland, zur Thematik der Aspekte »Arbeitsplatz Orchestermanagement«, zu Strukturfragen die Finanzierung und Trägerschaft betreffend, zum Marketing und seiner Bedeutung im Orchestermanagement, zum Tarif- und Arbeitsrecht, zu Fragen der Kommunikation und Personalentwicklung auch unter Einbeziehung von Ideen zum Umgang mit Konflikten sowie zu den vielfältigen Aspekten der künstlerischen Planung und der Disposition bis hin zu Überlegungen für einen »guten« Spiel- und Konzertplan.

Diese komplexe Thematik aller Aspekte eines Orchesterbetriebes auf 140 Seiten hochkarätig zu bearbeiten ist ebenso bewunderns- und somit lesenswert, wie Gerald Mertens es als »Kunst« bezeichnet, einen komplexen Orchesterbetrieb zu managen und den - nicht nur in Deutschland - stetig steigenden Anforderungen gerecht zu werden. Für Mertens stehen zwei entscheidende Fragen »absolut im Vordergrund«: zum einen die Finanzierung aus öffentlichen und privaten Mitteln, und das in ausreichender Höhe, und zum anderen Fragen zur Publikumsentwicklung und –bindung. Darauf baut er alle weiteren Themen auf.

Der Autor stellt sich selbst die Anforderung, mit seinem Buch die nur rudimentär vorhandene Literatur zum Thema Orchestermanagement mit einem praxisorientierten Beitrag zu ergänzen und damit einen Beitrag zur Aus- und Weiterbildung im Orchestermanagement zu liefern. Diesem Anspruch wird er mit diesem Buch voll und ganz gerecht, weckt Interesse an weiteren Informationen und bietet eine gute Grundlage für die Bearbeitung weiterer Details.

Die umfangreiche Literaturliste gibt dazu sehr gute Informationen, auch mit Hinweisen auf vertiefende Artikel in der Zeitschrift »Das Orchester«, die spezielle Themen bearbeitet haben.

Fazit: Ein lesenswertes Buch für Orchestermanager und für alle an Einzelheiten und Hintergründen des Orchestermanagements interessierten Lesern. In der heutigen Zeit, wo existentielle Entscheidungen im Kulturmanagement zunehmen, sind Informationen zu allen Aspekten der organisatorischen und finanziellen Abläufe eines »Orchesterbetriebes« auch für interessierte Konzertbesucher wichtig, damit sie kulturpolitische Diskussionen nachvollziehen und sich gegebenenfalls als Lobbyisten beteiligen können.

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