Seminar/Workshop
Musikschule im 21. Jahrhundert - Quo vadis?
13.01.2007Blankenburg (Harz) Musikschulträger und Musikschulleitungen stehen vor einer fast unlösbaren Aufgabe: Die öffentlichen Kassen sind leer. Es gibt nur noch wenig zu verteilen. Die Aufgaben der Begabtenförderung in der Musikpädagogik und die Umsetzung des chancengleichen Zugangs für alle Kinder zur Entwicklungsressource musisch-ästhetische Bildung sind aber hoheitliche Aufgaben. Sie sind im Musikschulgesetz Sachsen-Anhalts als solche festgeschrieben und müssen vor anderen Aufgaben der Musikschulen öffentlich gefördert werden. Der freie musikpädagogische »Markt« hat hier nämlich seine Grenzen. Dagegen herrscht freier Wettbewerb in den übrigen musikpädagogischen Angeboten für Kinder und Jugendliche sozusagen »zwischen« den beiden öffentlich zu fördernden Kerngebieten musikpädagogischer Arbeit für besonders begabte Kinder einerseits und für alle Kinder in der elementaren musisch-ästhetischen Bildung andererseits. Die öffentlich zu fördernden und die privat zu finanzierenden Teile der musikpädagogischen Angebote im allgemeinen und des Aufgaben-Portfolios der Musikschulen im besonderen werden sich in den nächsten Jahren verändern. Alle Verantwortlichen werden sich deshalb rechtzeitig mit diesen Fragen befassen müssen. Der Workshop markiert den ersten Meilenstein zu einer dauerhaften öffentlich zu führenden Debatte über diese Fragen. Inhalte - Analyse der gegenwärtigen Situation der kulturellen vor allem der musischästhetischen Bildung sowie der Aus- und Weiterbildung der Lehrer und Erzieher (Musikschule - Kindertagesstätten - Schule) - Bewertung der Analyseergebnisse - Konzeptionelle Ansätze für eine Transformation der Musikschule - Entwicklung von Maßnahmen für gelingende Transformationsprozesse - Sichtung und Bewertung von Instrumenten für eine effektive Einflußnahme auf die öffentlichen Meinungsbildungsprozesse mit politischer Wirkung


