6. Jahrestagung Kreativ- und Kulturwirtschaft 2009
12.11.2009Umweltforum Berlin
10249 Berlin
Weltwirtschaftskrise: Absturz oder Aufbruch für Kultur- und Kreativunternehmen?
Die Europäische Kommission hat 2009 zum Europäischen Jahr der Kreativität und Innovation ausgerufen und damit den gesellschaftlichen und ökonomischen Stellenwert von Kunst und Kultur in ganz Europa erneut gestärkt.
Das Jahr 2009 wird nun unversehens zum Lackmustest der Kultur- und Kreativwirtschaft. Zum einen droht der gerade geschaffene politische Stellenwert verloren zu gehen: Konjunkturpakete scheinen traditionsgebunden und obwohl die creative industries ein Leitmarkt sind, der in Deutschland rund 1 Mio. Menschen beschäftigt, werden sie nicht berücksichtigt. Aber auch die Akteure der Kreativwirtschaft müssen sich den Entwicklungen fügen: Ihre Märkte stehen, ähnlich wie die Automobilbranche, vor enormen Veränderungen oder gar Umbrüchen – siehe beispielsweise den Digitalisierungstsunami zuerst in der Musik- und jetzt in der Buchbranche.
Auf der 6. Jahrestagung Kulturwirtschaft stehen Politik wie Kreativwirtschaft auf dem Prüfstand der größten Wirtschaftskrise seit 60 Jahren.
Dazu sprechen prominente Redner und Künstler wie Hans-Joachim Otto, Hans-Joachim Otto MdB (FDP), Vorsitzender des Ausschusses für Kultur und Medien im Deutschen Bundestag, Steffen Kampeter MdB, haushaltspolitischer Sprecher der CDU/CSU Fraktion, Berlin, Prof. Dr. Björn Bloching, Partner und Head of Marketing & Sales, Roland Berger Strategy Consultants, Hamburg; Andreas Rochholl, künstlerischer Leiter der zeitgenössischen Oper Berlin / Leiter von Operare, Olaf Zimmermann, Geschäftsführer der Deutschen Kulturrats, Berlin; Angela Pritzkow, Gründerin von Pritzkow Consulting / F³ Marketing, Berlin; Sabine Schlüter, Leiterin der Künstlersozialkasse, Wilhelmshaven; Caroline Vogel, Direktor Creative Industries, Buchmesse Frankfurt, Frankfurt; Oke Göttlich, Gründer und geschäftsführender Gesellschafter der finetunes GmbH, Hamburg, Stefan Reichart, Vorstand des Bundesverbandes Games, Christine M. Merkel, Leiterin des Fachbereich
Kultur / MOW, Deutsche UNESCO Kommission e.V., Bonn, Ingrid Walther, Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Frauen, Berlin, und Prof. Dr. Dieter Gorny, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbandes Musikindustrie und künstlersicher Direktor der Stadt der Kreativität, RUHR.2010 GmbH, Essen
Es wird im letzten Jahr ein Europa-Fenster geben: Dieses Jahr ist Ungarn unser Partnerland und lädt am Vorabend, dem 11. November um 19 Uhr zur Creative Night ins Collegium Hungaricum ein.
Zur Eröffnung sprechen János Can Togay, Botschaftsrat / Direktor des Collegium Hungaricum und Ruth Wagner (FDP), ehemalige hessische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst. Unser Ziel ist es, im Anschluss an die Jahrestagung Handlungsempfehlungen für eine kohärente Kulturwirtschaftspolitik in der nächsten Legislaturperiode zu formulieren. Dazu werden auf drei hochkarätigen Podien die aktuellen Herausforderungen in den Bereichen soziale Absicherung, Finanzierung und Digitalisierung diskutiert.
Die Tagung ist eine Veranstaltung der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit und des Büro für Kulturpolitik und Kulturwirtschaft und findet in Kooperation mit dem Deutschen Kulturrat, der Deutschen UNESCO Kommission e.V., der RUHR.2010 GmbH und dem Collegium Hungaricum Berlin statt.


