kuratorisch ≠ wissenschaftlich ≠ künstlerisch. Zum Potential einer hybriden Praxis
22.04.2010 – 24.04.2010Linz
Tagung und Workshop in Kooperation mit den Oberösterreichischen Landesmuseen und dem Museumsbund Österreich
Die Rahmenbedingungen kuratorischer Arbeit haben sich verändert: Neue Themen und die Ent-Disziplinierung von Fragestellungen, neue Medien und Technologien, eine Emanzipation der gestaltenden Professionen, die Hybridisierung des Mediums Ausstellung, die Erweiterung der Ausstellung vom Ort der Wissensvermittlung zum Erfahrungsraum wirken auf die Praxis der Kuratorinnen/Kuratoren wie auch auf die Erwartungshaltungen und Aneignungsprozesse der Rezipientinnen/Rezipienten.
Wir möchten vor diesem Hintergrund am Beispiel konkreter Ausstellungen unterschiedliche kuratorischen Zugangsweisen und Arbeitsansätze kennenlernen und untersuchen, was „kuratorisch“ im Unterschied zu „wissenschaftlich“ und „künstlerisch“ bedeutet, ob und wie mit kuratorischen Mitteln Wissen/Erfahrung erzeugt werden kann, welche Möglichkeiten es gibt, die eigenen Sammlungen anders zu sehen oder abstrakte Themen zu vermitteln, schließlich wie ein Dialog zwischen Wissenschaft und Kunst umgesetzt werden kann.
Zudem wollen wir aber auch einen Blick auf einen Berufsstand im Wandel werfen, auf die Identität seiner Protagonistinnen und Protagonisten mit ihren unterschiedlichen fachlichen Sozialisationen und auf die durch neue Beschäftigungsmodelle stark veränderten Rahmenbedingungen ihrer Arbeit.
u.a. mit
- Howard Chan Community Museum Project Hongkong (CN)
- Dr. Clementine Deliss Kuratorin und desig. Leiterin des Museums der Weltkulturen Frankfurt (GB)
- Beat Gugger Selbstständige Fachkraft im Bereich Museen und Kulturstätten (CH / DL)
- Dr. Elke Krasny Architekturtheoretikerin, Lehrbeauftragte, Journalistin, Kuratorin Wien (A)
- Dr. Sylvia Mattl-Wurm Leiterin der Wien Bibliothek (A)
- Peter Pakesch Intendant Universalmuseum Joanneum, Leiter Kunsthaus Graz (A)


