Vortrag/Diskussion
Werkstattgespräch zu Ausstellungsgestaltung
12.10.2007Deutsches Klingenmuseum Solingen
42563 Solingen-Gräfrath Ausstellungsgestaltung – mit 'Bordmitteln' und kleinem Budget
Ortstermine zur Museumsarbeit 02
THEMA
Wechsel- und Sonderausstellungen haben in den vergangenen Jahren entscheidend zur steigenden Attraktivität der Museen beigetragen. Dabei sind es nicht nur neue und ungewöhnliche Themen, die die Besucher faszinieren, sondern ebenso die Präsentation bzw. die einfallsreiche und witzige Gestaltung. Aber aus Kostengründen können nur wenige Museen bei ihren wechselnden Ausstellungen auf professionelle Büros und Museumsdesigner zurückgreifen. Die weitaus meisten Häuser sind bei dieser wichtigen Aufgabe auf sich selbst gestellt und vertrauen den gestalterischen Fähigkeiten ihrer Wissenschaftler und Pädagogen oder verlassen sich auf ihre Museumstechniker und -handwerker bzw. das Personal in den Restaurierungswerkstätten. Hier schlummern oft ungeahnte Kräfte und Potenziale, aber es drohen auch Selbstüberschätzung, Routine und Nachlässigkeit.
ZIELE
Das Werkstattgespräch will für die vielfältigen Probleme der Ausstellungsgestaltung sensibilisieren. Vor allem sollen Möglichkeiten aufgezeigt werden, wie trotz eines begrenzten Budgets mit Ideenreichtum, schöpferischer Fantasie und Engagement sowie mit dem im Laufe der Jahre erworbenen technischen Know-how ein attraktives Erscheinungsbild für die zahlreichen und thematisch oft sehr unterschiedlichen Sonderausstellungsprogramme in kulturgeschichtlichen Museen realisiert werden kann. Mit Schwerpunkt auf den vom Deutschen Klingenmuseum Solingen – die 1991 mit neuer Konzeption eröffnete umfangreichste Bestecksammlung der Welt wurde inzwischen um ein eigenes Kindermuseum und zusätzliche Abteilungen erweitert – durchgeführten Sonderausstellungen soll demonstriert werden, wie durch
- ein auf das jeweilige Thema abgestimmtes Ausstellungsdisplay
- speziell entwickelte und im Haus gefertigte Vitrinen und Stellmittel
- die Ausstattung mit Requisiten und Accessoires
- die Verwendung unterschiedlicher Materialien, Objektträger und Farben
- jeweils zum Thema passende Schrift, Beschriftungsträger und Schrifttype
- Beleuchtung und inszenatorische Mittel
ADRESSATEN
Alle Mitarbeiter/-innen, die in den Museen für den Aufgabenbereich der Ausstellungsgestaltung verantwortlich sind, weitere Anregungen wünschen und an kollegialem Austausch interessiert sind.
TEILNEHMERZAHL
15 Personen
GEBÜHR
60 EURO
45 EURO für Mitarbeiter/-innen aus rheinischen Museen
DOZENTEN
Dr. Peter Joerissen, Rheinisches Archiv- und Museumsamt, Pulheim
Dr. Barbara Grotkamp-Schepers, Deutsches Klingenmuseum Solingen
Lutz Hoffmeister, Deutsches Klingenmuseum Solingen
Ansgar Maibaum, Museum des Oberbergischen Kreises Schloss Homburg, Nümbrecht


