19.10.2016

Magazin Oktober 2016

Ausgabe 115: Controlling

Das schlechte Image, das Controlling lange im Kulturbereich inne hatte, wandelt sich. Mit der häufigeren Nutzung hat sich auch ein Verständnis für das Prinzip hinter Controlling entwickelt, Kultureinrichtungen mittels Kennzahlen und Fakten auf eine stabilere Basis zu stellen. In diesem KM Magazin zeigen wir Ihnen, wie man diese Instrumente konsequent und flächendeckend umsetzen kann und welche Veränderungen damit einhergehen.
 
Controlling ist weit mehr ist als Erbsenzählerei und Zahlenverliebtheit. Es kann wunderbar mit den Zielen und experimentellen Formaten der Kultur verbunden werden, wie immer mehr Best-Practice-Beispiele aus der deutschsprachigen Kulturlandschaft in den letzten Jahren zeigten. Trotzdem wird Controlling nach wie vor nur vereinzelt angewendet und eher selten im managerialen Kerngeschäft. Dabei liegt gerade hier das große Potenzial, um bei knappen Mitteln neue Räume zu schaffen, Fehlstellen aufzuzeigen, Ressourcen zu sparen und Prozesse zu verbessern.
 
Eine große Sorge scheint zu sein, dass künstlerische Qualität auf Besucherzahlen und Finanzierbarkeit reduziert wird. Dabei kann Controlling den Kulturschaffenden wichtige Argumente an die Hand geben um aufzuzeigen, wofür und mit welcher Wirkung die öffentlichen Gelder ausgegeben werden oder an welchen Stellen mehr MitarbeiterInnen, Gelder oder Entscheidungsmöglichkeiten notwendig sind. Controlling greift also nicht in die Kunst selbst ein, sondern hilft, ihr Management und ihre Aufgabe überprüfbar zu machen also den Wunsch- mit dem Ist-Zustand abzugleichen. Dafür muss man die eigenen Ziele und Kennzahlen klar definieren und die gewonnenen Erkenntnisse umsetzen. Und das ist wohl die größte Herausforderung in vielen Kultureinrichtungen.

Inhaltsverzeichnis

SCHWERPUNKT - Controlling
 
  • Bisher nur kleine Schritte zum Ziel. Controlling im Kulturbetrieb.
    Ein Beitrag von Petra Schneidewind, Seite 5
  • Controlling als Mittel zu mehr Freiheit? Was strategisches Controlling im Spannungsverhältnis von Kostenmangement und Programmfreiheit leisten kann. Ein Beitrag von Hagen Lippe-Weißenfeld, Seite 9
  • Controlling im Orchesterbetrieb. Das Praxisbeispiel Südwestdeutsche Philharmonie Konstanz. Ein Beitrag von Beat Fehlmann, Seite 13
  • Individuellen Konstellationen Rechnung tragen. Über die Bedeutung eines verhaltensorientierten Controllings. Ein Beitrag von Jürgen Weber, Seite 19
  • Ungenutzte Potenziale heben. Wie systemisches Controlling zu mehr Effizienz bei Recruitingprozessen beitragen kann. Ein Beitrag von Dirk Schütz, Seite 23
  • Veränderungen im Denken sind nötig. Die Entwicklung des Verwaltungscontrollings. Ein Beitrag von Michael Kubach und Annett Hübner, Seite 29
  • Marketingaudit. Zur Notwendigkeit eines gelegentlichen Marketing Health Checks auch bei Kulturorganisationen. Ein Beitrag von Sven Reinecke, Seite 33
 
DER MONAT
 
  • Zwischen Hype und Alltagssorgen. Ein Beitrag von Max Fuchs, Seite 38
  • Nichts hält länger als das Provisorium. Ein Blick unter die Haube des mobilen Zwischennutzungsprojekts containt. Ein Beitrag von Marco Trotta, Seite 42

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