15.02.2017

Magazin Februar 2017

Ausgabe 119: Projektkultur

Wie Kulturbetrieb und Projekte, so gehören auch Kulturmanagement und Projektmanagement zusammen. Wer hier tätig ist, kommt auf jeden Fall mit Projekten in Berührung, und manch einer hangelt sich während seiner beruflichen Laufbahn von einem zum nächsten. Ihr hohes Maß an Flexibilität scheint perfekt auf die Schnelllebigkeit unserer Zeit reagieren zu können. Bestimmen Projekte mittlerweile also unser (Berufs-)Leben? Antworten darauf liefert das neue KM Magazin.
 
Wortungetüme wie Projektifizierung oder Projektitis deuten darauf hin, dass immer mehr Lebensbereiche vom Projektdenken bestimmt und auch umgestaltet werden. Besonders deutlich wird das speziell im Management. Aber ist projektbasiertes Arbeiten tatsächlich am besten dafür geeignet, auf die steten Veränderungen und schnelllebigen Entwicklungen unserer Umwelt zu reagieren? Das Gegenbild zur Projektorganisation ist die Institution. Sie scheint die Personifizierung der Behäbigkeit zu sein und so stellt sich die Frage, ob sie den gesellschaftlichen Wandel begleiten oder gar überleben wird.

In temporären Projekten hingegen werden Ziele klar definiert, das Vorhaben ist zeitlich begrenzt und als solches immer neuartig. Darüber hinaus muss es mit begrenzten Ressourcen arbeiten, was für Effizient, einen klaren Anfang und ein klares Ende sorgt. Projekte können also mit ihrer spezifischen Organisationsform punkten aber nur, wenn das Projektmanagement als notwendiges Werkzeug zum Meistern dieser Herausforderung funktioniert.

Doch wie sieht das im Kulturbetrieb aus? Kulturschaffende sind in ihrem Arbeitsalltag von Projektförderungen bis hin zu reinen Projektarbeitsmärkten ganz klar betroffen. Damit sind Projekte aus dem Kulturbetrieb nicht mehr wegzudenken. Die Kultur lebt von solchen kurzfristigen Lösungen für komplexe Aufgaben. Durch Projekte lassen sich Kulturorganisationen als Gesamtes erneuern und können am Puls der Zeit ausgerichtet werden, um aus starren Strukturen zu finden. Sollte das Projekt also als Königsdisziplin für jede KulturmanagerIn gesehen werden? Diese Ausgabe des KM Magazins widmet sich diesen Fragen und möchte Sie dazu inspirieren, sich neu mit dem Thema Projekte zu beschäftigen.

Inhaltsverzeichnis

SCHWERPUNKT Projektkultur
 
KM IM GESPRÄCH
 
  • Projektarbeit ist lebenslanges Lernen. Interview mit Armin Klein, Seite 5
  • Vom Projekt zum Sozialunternehmen. Wie Fördergeber Projektorganisationen nachhaltig stärken können. Interview mit Thomas Villmow, Seite 23
  • Das schönste Projekt ist das, was noch nicht da ist. Fragen zur projekt- und programmbezogenen Kulturförderung. Interview mit Kirsten Haß, Seite 38
THEMEN & HINTERGRÜNDE
 
  • Willkommen in der Projektgesellschaft! Welchen Einfluss Projekte auf Unternehmen und Volkswirtschaft haben. Ein Beitrag von Yvonne Schoper, Seite 9
  • Wie viel Struktur braucht unser Chaos? Projektmanagement-Methoden im Kulturbetrieb. Ein Beitrag von Sven-Oliver Bemmé, Seite 14
  • Probieren ergänzt das Studieren. Projektmanagement im Kulturmanagement-Studium. Ein Beitrag von Lorenz Pöllmann, Seite 19
  • Zwischen Traumberuf und ungewisser Zukunft. Projektarbeitsmärkte in der Film- und Fernsehindustrie. Ein Beitrag von Birgit Apitzsch, Seite 34
  • Hält doppelt wirklich besser? Übber Kooperationen in der Projektarbeit. Ein Beitrag von Franziska Weber, Seite 43
VORGESTELLT...
 
  • Nachhaltig wirken - wie geht das? Das soziokulturelle Entwicklungsprogramm "Werft34". Ein Beitrag von Martin Arnold-Schaarschmidt, Seite 27

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