21.01.2019

Kultur Management Network Magazin Januar 2019

Ausgabe 140: Kultur in der Unterwelt

Mit kulturellen Objekten verbindet man allgemeinhin Schönheit und Ästhetik. Zugleich sieht sich der Kulturbetrieb als Kompass moralischen Denkens und Handelns. Doch hat auch Kultur ihre dunklen Seiten, über die sie weniger gern spricht, wir aber schon – in der Januar-Ausgabe unseres Magazins.
 
Geht es um den Zusammenhang zwischen Kunst, Kultur und Rätseln und Geheimnissen, denkt man wohl zuerst an eher schlechte Dokumentar- oder Kunstraubfilme. Doch spätestens seit dem Kulturgutschutzgesetz oder dem Aufstieg des Islamischen Staates dürfte auch einer breiten Öffentlichkeit bewusst sein, dass Kunst- und Antikenhandel durchaus ein großes Thema ist. Nach dem Handel mit Drogen oder Waffen ist er sogar einer der profitabelsten illegalen „Wirtschaftszweige“. Dass es dabei nicht nur um finanzielle Werte geht, sondern auch um moralische, zeigen die aktuellen Debatten um das Humboldt Forum und die die Themen Kolonialismus und Provenienzforschung.

Schaut man sich die Komplexität dieser Themen an, ist es womöglich gar nicht schlimm, dass Kulturgütern eine geheimnisvolle Aura zugesprochen wird, eine unbekannte dunkle Seite. Dieser Ruf lockt nicht nur illegale Ausgräber und Händler an. Er kann auch Menschen dafür sensibilisieren, wie wichtig es ist, dass auch verborgene Kulturgüter Schutz und Aufmerksamkeit brauchen – seien es noch im Boden liegende archäologische Objekte oder beispielsweise städtische Unterwelten.

Die verborgene Seite von Kunst und Kultur hat also viele Facetten. Forscht man ihnen nach, gelangt man schnell in trübe Gewässer und Untiefen. Trotzdem kann das Motto nicht sein, lieber keinen Dreck aufzuwirbeln. Nutzen Sie lieber das neue Jahr, um Ihre Neugier für Verborgenes zu wecken, auch wenn es gruselig werden kann.

Inhaltsverzeichnis

SCHWERPUNKT – Kultur in der Unterwelt
  • Wir sind mehr als Kunstdetektive! Ein Appell zur Stärkung der Provenienzforschung – von Meike Hopp, Seite 13
  • Der Blick aus der Luft in den Boden. Warum Archäologen nicht nur mit Spaten und Schaufel arbeiten – von Axel G. Posluschny, Seite 21
  • Psst! Geheim – Ein Interview mit dem Verschlusselungsexperten Klaus Schmeh, Seite 28
  • Berlin von unten. Stadtgeschichte aus einer ungewöhnlichen Perspektive – von Holger Happel, Seite 34
... WEITER DENKEN
  • Kultur politisch ... Das Pferd in Galopp bringen – Ein Interview mit dem Präsidenten der Klassik Stiftung Weimar, Hellmut Seemann, Seite 5

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