01.02.2009

Kultur Management Network Magazin Februar 2009

Ausgabe 28: Korea

In diesem Monat haben wir das Land Südkorea als Schwerpunktthema gewählt. Ausgangspunkt unserer Überlegungen war die Frage, ob sich bei einem zumindest geografisch weit entfernten Land auch die Situation für den Kulturbereich von der hierzulande unterscheidet. Hier steht dann Korea sicher nur für ein Beispiel, aber ein sehr interessantes. Interessant sowohl deswegen, weil es auf eine lange kulturelle Tradition zurückblicken kann, als auch in den letzten Jahren von wirtschaftlicher Dynamik geprägt ist.
 
Die Ergebnisse einer Umfrage unter wichtigen Vertretern des gesellschaftli-chen und kulturellen Lebens in Südkorea, mit der diese Ausgabe von KM eingeleitet wird, dürften hierbei auf Ihr Interesse stoßen, weil sie aus unserer Sicht die nötigen Anstöße liefert. Die Umfrage selbst wurde von einer Organisation durchgeführt, die - obwohl vom Staat initiiert - Ähnlichkeiten mit Kulturmanagement Network aufweist. Auch der Korean Arts Management Service (KAMS) steht für das Ziel, Informationen über Kulturmanagement zu verbrei-ten, Fach- und Führungskräfte im Kulturbetrieb miteinander zu vernetzen oder den Dialog mit anderen gesellschaftlichen Bereichen zu fördern. KAMS betreibt dazu einen Newsletter, der vierteljährlich über wichtige Entwick-lungen informiert. Es ist insofern folgerichtig, dass wir im vergangenen Jahr Kontakt zu diesem Netzwerk aufgenommen haben und hier der Informations- und Erfahrungsaustausch hiermit erste Früchte trägt. Nicht zuletzt ist dies eine Chance, um unseren Anspruch nach einem Dialog über bestehende Grenzen hinaus gerecht zu werden. Die Beiträge dieses Schwerpunktthemas werden konsequenterweise bald auch in Korea veröffentlicht. Neben der einleitenden Umfrage haben wir die Leiterin des Instituts für Koreastudien an der Freien Universität Berlin für einen Beitrag gewinnen können. Basierend auf ihrem Forschungsschwerpunkt beschäftigt sie sich darin mit dem Spannungsfeld, dass sich aus dem gesellschaftlichen Wandel in Südkorea innerhalb einer Generation ergibt. Ist, so die Frage von Eun-Yeung Lee, diese Generation noch immer den Ideen Daos bzw. bestimmten kulturel-len Werten, die sich dahinter verbergen, verpflichtet?
Das Interview mit Koreas Kulturbotschafter in Deutschland wird dann wie-der die praktische Umsetzung von Kulturmanagement stärker in den Blick-punkt rücken. Dr. Tae Kang Roh schilderte dabei die Schwerpunkte seiner Arbeit, die sich am Ziel orientieren, die Kultur Koreas erlebbar zu machen. Schließlich haben wir uns mit dem Unternehmen Bösendorfer ein "klangvolles" Beispiel aus der Kulturwirtschaft ausgesucht.  Unser Österreich-Korre-spondent Thomas Mersich befragte den Sales Manager nach der Rolle, die Korea - stellvertretend für den asiatischen Markt - für einen europäische Ver-treter der Musikwirtschaft wie Bösendorfer derzeit spielt. Wir hoffen in je-dem Fall, dass mit einem solchen Länderschwerpunkt der genannte Perspektivwechsel gelingt und Ihnen möglicherweise spannende Impulse für Ihre Arbeit verschafft.

Inhaltsverzeichnis

SCHWERPUNKT - Korea
 
THEMEN & HINTERGRÜNDE
  • Umfrage: Wunsch nach Kreativität und gesundem Markt, Seite 3
  • Dem dao verpflichtet?, Seite 8
KM IM GESPRÄCH
  • mit Dr. Tae Kang Roh, Seite 12
  • mit Simon Oss, Fa. Bösendorfer, Seite 15
SEITENSPRÜNGE
  • Seite 19
KM - der Monat
 
THEMEN & HINTERGRÜNDE
  • trotz(t) der Krise, Seite 20
  • Erstes Mattei-Festival in Luleå, Schweden, Seite 23
EXLIBRIS
  • 21. Perspektiven zum Musiktheater, Seite 26
  • Kulturmanagement konkret - Band 2, Seite 27
KONFERENZEN&TAGUNGEN
  • Weimarer Tagung zum Kultur-Fundraising, Seite 30

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