01.03.2009

Kultur Management Network Magazin März 2009

Ausgabe 29: Revitalisierung

Kunst zeichnet sich seit jeher dadurch aus, sich stets selbst zu erneuern. Erneuerungsbereitschaft bei gleichzeitigem Bewusstsein der Stärken aus einer Tradition - dies macht die Balance aus, nach der wir Kulturschaffenden streben sollten.
 
Wir wollen in dieser Ausgabe von KM einmal der Frage nachgehen, woher Erneuerungsimpulse für den Kultursektor kommen können. Revitalisierung lautet daher das Schwerpunktthema im März 2009. Da ist zum einen der berühmte Canaletto-Blick auf das historische Dresden, der Synonym für das Kulturerbe einer Stadt geworden ist. Prof. Sulzer von der TU Dresden, der auch Leiter des Kompetenzzentrums revitalisierender Städte ist, klärt auf, welche Bedeutung historische Stadtbilder haben und wie mit der Revitalisierung im Städtebau umgegangen werden sollte. Eine gänzlich andere Perspektive nimmt Prof. Herbert Wanjo ein, der sich in seinem Beitrag der Wiedergründung von Bands in der Popmusik widmet. Was ist der Grund, warum einst erfolgreiche Musikgruppen nach langer Abstinenz erneut die große Bühne suchen? Ist es nur ökonomisches Kalkül, oder steckt eine echte Erneuerung künstlerischer Ausdrucksformen dahinter? Synonym für die Wiederentdeckung ganzer Stadtteile, von denen viele noch vor kurzem dachten, sie hätten die besten Zeiten hinter sich, steht Leipzig-Plagwitz. Die meisten von Ihnen werden zumindest von der Neuen Leipziger Schule etwas gehört haben, die die Kunstwelt weit über die Grenzen Deutschlands hinweg aufmerken ließ. Kristin Lux erinnert in ihrem Beitrag an den überaus rasanten Wandel eines Stadtteils nach der politischen Wende vor 20 Jahren - hin zu einem Mekka junger Kultur- und Kreativunternehmer.
 
Nicht minder rasant verlief der kulturelle wie ökonomische Wandel in den DDR-Braunkohlerevieren Sachsens und Brandenburgs. René Gottschalk von der Internationalen Bauausstellung (IBA) macht am Beispiel der Fürst-Pückler-Land GmbH deutlich, wie sich der Landschaftswandel in der Lausitz vollzo-gen hat und inwieweit dem Kulturmanagement die Rolle zukam, den doch eher langsam wirkenden Selbstheilungskräften der Natur unterstützend zur Seite zu stehen. Der allgemeine Thementeil dieser Magazinausgabe enthält zwei weitere interessante Fachbeiträge. Im Rahmen unserer Serie zum Selbstverständnis unserer eigenen Fachrichtung lassen wir in diesem Monat Dr. Eugen Semrau zu Wort kommen. Er sieht im modernen Kulturmanagement eher eine politische Aufgabe und ethische Verpflichtung. In seinem Aufsatz spricht Semrau von der Schaffung kultureller Lebensformen. Wir bewerten außerdem den ersten Kulturwirtschaftsbericht für Thüringen, der kürzlich erschien.

Inhaltsverzeichnis

SCHWERPUNKT - Revitalisierung
 
THEMEN & HINTERGRÜNDE
  • Revitalisierung und Überzeitlichkeit im Städtebau, Seite 3
KM IM GESPRÄCH
  • mit Prof. Hubert Wandjo, Seite 9
VORGESTELLT
  • Das Radialsystem V, Berlin, Seite 12
  • IBA Fürst-Pückler-Land 2000 - 2010·, Seite 16
  • Lucerne Festival, Seite 20
  • Leipzig-Plagwitz, Seite 22
KM - der Monat
 
THEMEN & HINTERGRÜNDE
  • Kulturmanagement als politische Aufgabe und ethische Verpflichtung, Seite 25
  • Der 1. Thüringer Kulturwirtschaftsbericht, Seite 36
KONFERENZEN & TAGUNGEN
  • 8. Forum für Kultur und Ökonomie in Thun, Seite 39

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