01.08.2010

Kulturmanagement Network Magazin August 2010

Ausgabe 46: Publc Relations

Beziehungspflege statt Info-Einbahnstraße - so die Botschaft unseres Augustmagazins, das sich dem Thema Public Relations widmet. Wir möchten hinterfragen, weshalb die Grundlagen des Beziehungsmanagements von Kulturunternehmen und -institutionen außer Acht gelassen werden.
 
Der bekannte Autor und PR-Berater Prof. Dieter Herbst stellt im Gespräch mit uns fest, dass die interne Kommunikation in Kultureinrichtungen noch schlechter ist als in Wirtschaftsunternehmen. Für ihn hat vor diesem Hintergrund PR zunächst die Aufgabe, intern mit und für die Mitarbeiter ein klares Bild von der Organisation und ihrer Einzigartigkeit zu entwerfen. Erst dann kommt die externe Beziehungspflege, die sich wiederum nicht in der einseitigen Belieferung der Presse erschöpfen darf, sondern die unterschiedlichsten Bezugsgruppen, neudeutsch auch Stakeholder genannt, berücksichtigen muss. Beim verstärkten Kampf um Aufmerksamkeit in Zeiten von Reizüberflutung spricht sich Dr. Immerschitt von Pleon Publico aus Salzburg für eine strategische Neuausrichtung von PR in Kultureinrichtungen aus. In ihr muss es neben der bereits angesprochenen Profilierung im Sinne einer Herausarbeitung von Alleinstellungsmerkmalen nachfolgend um eine Kommunikation gehen, deren Ziel es ist, in den Köpfen der Menschen, die erreicht werden sollen, Bilder entstehen zu lassen.
Prof. Birgit Mandel geht auf die Karrierechancen im PR-Bereich sowie Kultur-journalismus ein und veranschaulicht die Besonderheiten von PR für Kunst und Kultur. Angesprochen auf die Veränderungen des Arbeitsfeld für die Kultur-PR, betont Mandel, es dürfe in der Ausbildung nicht darum gehen, aus-schließlich die gängigen Tools der PR zu erlernen, sondern inhaltliche Fachkompetenz mit kreativer Vermittlungskompetenz zu verknüpfen.
Gregor Hopf und Marcus Kaiser beschäftigen sich in ihrem Artikel mit dem Phänomen von Bewertungsportalen im Internet, die es ermöglichen, Kundenmeinungen in Kauf- oder Nutzungsentscheidungen einzubeziehen. Wie Kultureinrichtungen mit dieser eigenwilligen Spielart der Public Relations umgehen können, werden die Autoren auch in einem Vortrag auf der kommenden startConference in Duisburg Anfang September aufzeigen. Oliver Sopalla geht in seinem Beitrag auf einen sehr wichtigen Aspekt ein: Kulturarbeit spielt sich insbesondere in Großstädten mehr und mehr in multiethni-schen Milieus ab, was von vielen Einrichtungen leider weder in der PR noch in der Vermittlungsarbeit ausreichend Berücksichtigung findet. Unsere Serie Infoshot schließlich rundet das Thema PR ab. Auf die Rubrik Seitensprünge haben wir diesmal zugunsten zahlreicher Literaturempfehlungen am Ende der einzelnen Artikel verzichtet.

Inhaltsverzeichnis

SCHWERPUNKT - Public Relations
 
KM IM GESPRÄCH
  • mit Prof. Dr. Dieter Georg Herbst, Seite 3
THEMEN & HINTERGRÜNDE
  • Wolfgang Immerschitt: Crossmediale Pressearbeit, Seite 8
  • Birgit Mandel: Kultur-PR, Seite 14
  • Gregor Hopf, Marcus Kaiser: Qype und Co. Seite 20
  • Oliver Sopalla: Zielgruppe Menschen mit Migrationshintergrund, Seite 28
INFOSHOT
  • Lorenz Pöllmann: Public Relations für Kulturbetriebe, Seite 30
KM - der Monat
 
AUSSCHREIBUNG
  • "Kultur- und Kreativ-piloten Deutschland"· Seite 32
THEMEN & HINTERGRÜNDE
  • Interkultur und Partizipation, Seite 34
KONFERENZEN & TAGUNGEN
  • Arts as Cultural Diplomacy: A Forum for Young Leaders, Seite 36
  • The Audience is the Message, Seite 38
EX LIBRIS
  • Der Nutzen von Kultur, Seite 39
  • Kultur 2.0, Seite 41
  • Freischaffen und Free-lancen in der Schweiz, Seite 43
  • Rechtsformen in der Kultur, Seite 47

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