09.02.2015

Magazin Februar 2015

Ausgabe 98: Sondermagazin zu Utopie und Dystopie in der Kultur

Ein wenig sehen wir es als unsere Aufgabe, unseren Lesern Tipps für den Weg zu einer perfekten Kulturwelt nahezubringen. Doch wie sieht diese eigentlich aus? Genug Geld, begeistertes Publikum, keine überbordende Verwaltung oder überflüssiger Organisationskram? Das klingt recht utopisch und auch furchtbar langweilig. Deshalb wollten wir wissen, wie sich der Nachwuchs im Kulturmanagement den perfekten Kulturbetrieb vorstellt. Das Ergebnis ist die 3. Gewinnerausgabe zum Redaktionswettbewerb unseres Magazins für Studierende.
 
Die Preisträgerinnen, Rebecca Baasch, Svenja Reiner und Katrin Lohbeck, liefern mit standpunktgrau die Antwort auf unseren Aufruf Endstation Kultur und zeigen, dass auch sie die Idee perfekt funktionierender Kultur eher dröge finden. Deshalb konzipierten sie ihr Magazin um die Aspekte von Utopien und Dystopien der Kulturwelt. Dabei stellen sie Fragen, die niemand gern hören möchte, zum Wert von Publikum, Kunst und Popkultur. Es geht ebenso um neue Kulturformen, wie dem Poetry Slam, der von manchen gehasst, von anderen als die Zukunft gepriesen wird, um Kunstkritik oder das Verhältnis von Kino und Theater. Die Antworten überraschen, oft aufgrund ihrer Einfachheit. Sie sind damit aber keineswegs banal, sondern grundlegend

Ein spannendes und lehrreiches Aufeinandertreffen, das zeigt, dass eine Utopie nur ein scheinbar idealer Weg ist, dass es Dystopien braucht und Welten dazwischen gibt. Die Gegensätze werden auf ihre Möglichkeiten und Unmöglichkeiten hin überprüft. Ist eine Utopie nicht von Beginn an zum Scheitern verurteilt? Und kann man nicht aus einer Dystopie viel lernen? Um das Hand in Hand der Gegensätze aufzuzeigen, haben sich die drei Preisträgerinnen bewusst für ein lebendiges, intermediales Webmagazin entschieden. Es spiegelt die facettenreiche Beitragspalette wieder und zeigt, wie modernes Audience Development, moderne Kultur funktionieren kann, wenn sie über schwarz und weiß hinaus Grundlegendes neu denkt.

Inhaltsverzeichnis

  • Editorial
  • Dystopie: Ein dringend notwendiger satirischer Blick auf das Jahr 2015, von Horst,
    Hund und Brodt
  • Dystopie: standpunktgrau offline —90 Minuten Kamingespräch, von Christoph Jacke und
    Jens Martin Gurr
  • Utopie: Das transparente Theater, von David Weber
  • Utopie: Fluctuat nec mergitur. Das Radio, seine Schlachten und wieso es nicht untergeht, von Christine Ahrends
  • „Ein Pflaster, eine Narbe, eine Operation“, von Eric Jarosinski
  • Utopie: Eine künstlerische Annäherung, von Katharina Schmitt
  • Utopie: Theater, ein anderer Raum, von  Sebastian Kirsch
  • Utopie: spacing! von Tobias Hartmann
  • Utopie: Endstation Kultur, von Lisa Mrozinski
  • Utopie: Kino versus Theater, von Cathrin Ernst
  • Utopie: „Das war mein Durchbruch.“, von Künstlerinnen und Künstlern
  • Utopie: Gute Kritik? — „Gibt es nicht mehr.“, von Gerburg Jahnke im Interview
  • Utopie: Kochen wie Picasso, vom standpunktgrau-Team
  • Utopie: Wenn ich ehrlich bin, dann war es wie im Museum, von Sophia Hembeck
  • Dystopie: Eine künstlerische Annäherung, von Katharina Schmitt
  • Dystopie: Vom Versuch, die Schönheit in die Politik zu tragen, von Daniel Deppe
  • Dystopie: Die Kultur des tl;dr (too long; didn’t read), von Anna Aridzanjan
  • Dystopie: Ada Blitzkrieg geht nicht ins Theater?!, Ada Blitzkrieg im Interview
  • Dystopie: Festgefahren zwischen Untergrund und Opernhaus, von Jan Fischer
  • Dystopie: Die Lange Nacht der Museen als sinnentleerter Selbstläufer,
    von Christian Saehrendt
  • Dystopie: „Das war mein Tiefpunkt.“, von Künstlerinnen und Künstlern
  • Dystopie: „Das Urheberrecht ist überholt.“, von Wolfgang Ullrich im Interview
  • Dystopie: Welches Kunstwerk hassen Sie am meisten? Meinungen und Missmut
  • Wo sind eigentlich die ganzen Beuys-Schüler?, vom standpunktgrau-Team

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