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Kreativwirtschaft, Kulturwirtschaft, Kulturindustrie oder wie immer man den kulturellen Wirtschaftsbereich bezeichnet, ist in den letzten Jahren zunehmend in den Blickwinkel öffentlichen Interesses gerückt. Die Kreativwirtschaft wurde zu einem attraktiven Schlagwort für Vieles und in den unterschiedlichsten Zusammenhängen sowie auch zu einem vermeintlich attraktiven Forschungsfeld für diverse Fachgebiete. Und das obwohl es keine einheitliche Definition und Abgrenzung gibt und in den vorhandenen Studien teilweise Äpfel mit Birnen verglichen werden. Zusammenfassend kann man jedoch festhalten, dass alle Definitionen unter den zitierten Termini kreative Tätigkeiten subsumieren, die zumindest mittelfristig wirtschaftlichen Erfolg haben. Bereiche wie Musikwirtschaft/Phonomarkt, Buch-, Literatur- und Pressemarkt, Kunst- und Designmarkt, Film-, Rundfunk- und TV-Markt, darstellende Kunst und Unterhaltungskunst stellen meist die Kernbereiche.
Sabine Peternell, 03.08.2006
Kulturmanagement Network führte ein Interview mit Wolf Lotter, Journalist und Autor. Lotter, Jg. 1962, lebt in Hamburg und Berlin. Nach einer kaufmännischen Lehre (Buchhändler) in Wien studierte Lotter auf dem zweiten Bildungsweg Kulturelles Management an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Wien (1983 bis 1986), danach Geschichte und Kommunikationswissenschaft an der Universität Wien (1986 bis 2000). Bereits seit 1979 veröffentlicht er regelmäßig in Fachzeitschriften und Magazinen. Im Herbst 1999 gehörte er zu den Mitbegründern des Wirtschaftsmagazins brand eins.
Veronika Schuster, 03.08.2006
ReiheAus- und Weiterbildung
Aktuelle Diskussionen um gegenwärtige Wirtschaftsmodelle und die Bedeutung neuer ökonomischer Rahmenbedingungen im Zuge der Globalisierung zeigen auf, wie akut eine Neudefinition für wirtschaftliches Wachstum und internationale Wettbewerbsfähigkeit ist. Besonders in den USA ist dabei eine rege Debatte über die Rolle von Kreativität für eine neue wirtschaftliche Ordnung entstanden. Anlass für den Soziologen und Ökonomen Richard Florida in seinem Buch, "The Rise of the Creative Class" (2002) die Beziehung von Kultur, Kreativität und wirtschaftlichem Wachstum zu analysieren. Kulturmanagement Network führte mit dem Autor eines der seltenen Interviews.
Dirk Heinze, 02.08.2006
San Francisco und Zürich sind Partnerstädte. Auf Grund gemeinsamer Interessen in den Gebieten Wissenschaft, Bildung, Technologien, Infrastruktur und nicht zuletzt Kreativwirtschaft und Kultur möchten sie den Wissensaustausch fördern. Doch ist diese Tatsache in Zürich oder in San Francisco an die Öffentlichkeit gedrungen? Kaum. Der Städteaustausch wäre für Zürich eine große Chance, in San Francisco und der Bay Area stärker präsent zu sein. Besonders Kreativwirtschaft und Kultur könnten dabei eine wichtige Rolle spielen. Dass sie dies noch nicht tun, liegt daran, dass sie von den meisten Standortmarketing- und Austausch-Initiativen zu wenig integriert werden.
Sabine Gysi, 02.08.2006
Den Abschluss des offiziellen Programms der 4. Internationalen Konferenz zur kulturpolitischen Forschung (iccpr 2006, Wien, 12.-16. Juli 2006) bildete eine prominent besetzte Plenardiskussion mit Fragen nach der Beziehung zwischen Kulturpolitikern und Forschern. Die teils provokanten Statements zeigten am euphorischen Ende dieser Konferenz den kritischen Blick der Forscher auf die Politik und die Sorge vor der drohenden Instrumentalisierung der Forschung - die auffällige Abwesenheit österreichischer Kulturpolitiker/innen mochte anzeigen, wie wenig Bedeutung jene der Forschung beimessen.
Isabella Urban, 02.08.2006
Kulturtourismus liegt im Trend, und sowohl laut der Welttourismusorganisation WTO als auch laut der Europäischen Tourismusorganisation ETC kann man in diesem Bereich auf absehbare Zeit mit soliden Wachstumsraten rechnen.
Patrick Bartos, 07.07.2006
Dass Tourismus und Kultur sich gegenseitig positiv beeinflussen (können), ist unbestritten. Viele Aktivitäten bauen auf dem Postulat auf, dass der Erfolg auch eintritt, wenn man ihn sich nur stark genug wünscht... Faktisch aber fehlen nachvollziehbare Daten, ob es bei einer Kooperation von Tourismus-, Kultur- und Freizeitanbietern tatsächlich zu Erfolgen kommt.
Manfred Steinroex, 06.07.2006
Ihr 30-jähriges Jubiläum nahm die Kulturpolitische Gesellschaft zum Anlass, in Hamburg gemeinsam mit dem Kulturzentrum Fabrik (35 Jahre) und dem Stadtteil- & Kulturzentrum MOTTE (ebenfalls 30 Jahre) zu feiern. Mehr als 150 Teilnehmer trafen sich zu einer zweitägigen Fachtagung zum Thema "Kultur als Motor der Stadtentwicklung" in der Hamburger Fabrik.
Uta Petersen, 06.07.2006
Vom 26. bis 28 Mai 2006 fand an der Niederschlesischen Hochschule für Öffentliche Dienste ASESOR in Wroclaw ein Deutsch-Polnisches Seminar unter dem Titel "COLLOQUIA CULTURA 2006: Kulturpolitik und Kulturprojekte" statt.
Elzbieta Chromiec, 06.07.2006
Reppel + Partner sieht neue wirtschaftliche Perspektiven durch die Entwicklung von Tourismus und Kultur
06.07.2006
Trotz Krisenszenarien und Konsumstau: Das Reisebusiness zählt zu den globalen Schlüsselbranchen der Zukunft. Das Reisen avanciert zu einer Selbstverständlichkeit und wird zum menschlichen Grundbedürfnis, wobei jedoch die Ziele zur Beliebigkeit degenerieren. Um die Urlauber langfristig als Kunden zu gewinnen, müssen die neuen Wünsche erkannt und erfüllt werden. Das deutsche Zukunftsinstitut von Matthias Horx benennt in einer aktuellen Studie "Tourismus 2020" die fünf wichtigsten Trends des Sehnsuchts- und Wachstumsmarktes Tourismus:
05.07.2006
Das Kunst- und Kulturprogramm im Vorfeld zur Fifa-Weltmeisterschaft 2006 hat viel Aufmerksamkeit in den Feuilletons der überregionalen Zeitungen erhalten und vielleicht auch zu Diskussionen um eine Beziehung von Kultur und Fußball geführt. Der Geschäftsführer der DFB-Kulturstiftung, Dr. Volker Bartsch, spricht in diesem Interview über die Initiative, über die Projekte und deren Erfolg, aber auch über Schwierigkeiten bei der Zusammenarbeit mit der Fifa und über das was von dem Programm bleiben wird.
Veronika Schuster, 04.07.2006
ReiheBerufsbild
Das Auswärtige Amt als politische Instanz im weltweiten Ausland hat zahlreiche Aufgaben, die bewusst und gezielt kommuniziert werden müssen. Die Abteilung Kommunikation hat dabei viele strategische Herausforderungen zu bewältigen. Dr. Joachim Heidorn gibt ausführliche Informationen zum Entstehen von Strategien und zu den Medien, die das Auswärtige Amt dabei verwendet.
Veronika Schuster, 03.07.2006
"Starke Marken" war das zentrale Thema des diesjährigen Kongresses Forum Kulturmarketing. War die Herausbildung "Starke Marken" bisher ausschließlich ein Phänomen der Wirtschaft, nimmt ihre Bedeutung nun in den Kulturbetrieben zu: Denn in Zeiten knapper Kassen und zunehmender Konkurrenz müssen Kulturbetriebe neue Konzepte entwickeln, um sich erfolgreich positionieren zu können. In Vorträgen sowie im Rahmen von Seminarblöcken wurden den Kongressteilnehmern aktuelle Fragestellungen zur Markenbildung beantwortet.
Armin Klein, 20.06.2006
Mit Tourismusmarketing mehr Nachfrage für Museumsangebote generieren. Darum ging es bei einer Tagung am 8. und 9. Juni 2006 in Naumburg (Saale). Dirk Schütz war für uns vor Ort.
16.06.2006
Der größte Tourismuskanton der Schweiz will sich loslösen von seiner früheren Außendarstellung, die mit einer Vielzahl von Einzelvorstößen die Wahrnehmung Graubündens verwässerte. In Zusammenarbeit mit einer Markenagentur wurde deswegen ein neues Gesicht für Graubünden kreiert. Ein Corporate Design mit dem «graubünden»-Schriftzug regelt seit 2003 Standards für Schriften, Farb- und Bildwelt von Printmedien, die Gestaltung von Korrespondenz sowie die Kennzeichnung von Merchandising- Produkten und Veranstaltungen.
Annina Bertogg, 12.06.2006
ReiheBerufsbild
Der kookbooks Verlag, hat in den Medien und besonders in den Feuilletons euphorische Reaktionen hervorgerufen. Ein Grund, trotz des umkämpften Buchmarktes ein kleines Unternehmen zu starten, lag für Verlegerin Daniela Seel in der Möglichkeit, das literarische Potenzial des Künstlernetzwerkes KOOK zu bündeln und ihm ein Forum zu bieten.
Veronika Schuster, 06.06.2006
Branded Entertainment ist die Konvergenz von Werbung und Unterhaltungsindustrie, und der Versuch, die Botschaft einer Marke in einem geeigneten Kontext, als Teil der Interaktion zu präsentieren. Es geht hierbei um viel mehr als einfaches Product Placement, bei welchem Produkte zwar visuell präsentiert, aber nicht interaktiv behandelt werden. Branded Entertainment bietet den Vorteil, dass das Produkt nicht für sich alleine steht, sondern mit einem relevanten Inhalt verbunden wird und dadurch beim Empfänger der Botschaft zu einer größeren emotionalen Bindung führt.
Katharina Hautz, 06.06.2006
Trotz einer Zunahme der Freizeit, eines Bildungsbooms und allgemein positiver Zukunftsprognosen für den Freizeitbedarf sehen sich viele Museen in Deutschland in einer schlechten wirtschaftlichen Lage. Damit Museen ihre Werte, Geschichte und Tradition erfolgreich vermitteln können, müssen sie sich an der Freizeit- und Erlebnisorientierung der Gesellschaft und am aktuellen Zeitgeist orientieren. Das Museumsmarketing gewinnt daher zunehmend an Bedeutung, wobei es noch vielfach erhebliche Defizite in der Entwicklung und der Umsetzung von Marketingkonzepten aufweist. Museen müssen, passend zu ihrer spezifischen Substanz, ein eigenständiges Profil, Selbstverständnis und Markenzeichen aufbauen.
06.06.2006
Der tiefgreifende Wandel der Leipziger Museumslandschaft führte vor 2 Jahren zur Einladung an den Deutschen Museumsbund, seine Jahrestagung 2006 in der sächsischen Metropole auszurichten.
06.06.2006